Anzeige

„In Braunschweig hat sich das Bewusstsein verändert“

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Pünktlich zum Stadtputztag hat der Himmel seine Regenschleusen wieder geschlossen, und so befreiten die Braunschweiger gestern bei strahlendem Sonnenschein ihre Stadt vom Müll.

Knapp 19 000 fleißige Helfer nahmen dieses Jahr am Stadtputztag teil und gaben Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann allen Grund stolz zu sein.
„Es ist wirklich toll, dass sich wieder fast so viele Braunschweiger wie im vergangenen Rekordjahr angemeldet haben“, sagte Hoffmann, während er zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bienrode auf Müllbeseitungstour war. „In Braunschweig hat sich das Bewusstsein der Menschen geändert. Die Stadt ist in den vergangenen Jahren stetig sauberer geworden“, freute er sich. Als Kern der Aktion sieht Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann den Symbolcharakter für das ganze Jahr. Das Stadtbild aufzupolieren, ist schließlich Daueraufgabe.Dass es im Ganzen sauberer geworden ist, steht für Bernd Hoppe-Dominik vom Förderkreis Umwelt und Naturschutz Hondelage jedenfalls fest. Auch das Dosenpfand habe etwas gebracht: „Wir hatten früher 20 volle Säcke nur mit Dosen. Das ist jetzt nicht mehr so, aber dennoch wird der große Müll-Container immer wieder voll“, sagt Hoppe-Dominik.
Es ist ein bisschen wie ein Kampf gegen Windmühlen, das zeigten die vielen blauen Müllsäcke und größere Schrottteile, die schließlich abholbereit an der Straße lagen. Gelegentlich machten die ehrenamtlichen „Putzteufel“ auch unschöne Entdeckungen. „Wir haben in einem Straßengraben eine LKW-Fahrer-Toilette, also eine zweckentfremdete Wasserflasche gefunden. Das war nicht so schön“, berichtet Jasmin Schmidt von der Feuerwehr Bienrode. Aber was soll’s? Entmutigen lässt sie sich von solchen Funden nicht: „Der Stadtputztag ist notwendig, weil viel herumliegt, das sonst wohl nie weggeräumt wird.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.