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„Ich wollte nie Michael Jackson sein, ich bin ganz ich selbst“

Patrick Dudek geht einen ganz eigenen, beharrlichen und erfolgreichen Weg

Von Martina Jurk

Braunschweig. Er tanzt den Moonwalk fast so perfekt, wie es Michael Jackson getan hat. Patrick Dudek ist mit seiner Jackson Dance Group der Thriller im Verein Dance Company.

Der 24-Jährige wird auch als „Mister Dance“ bezeichnet. Neben Jackson-Style ist er fit in Fusion-Style, Hip Hop, Electric Boogie. 2002 war er Deutschlands bestes John-Travolta-Double und wurde nach New York zum Casting für das Musical Greece eingeladen.
Der verstorbene King of Pop spielt in Patrick Dudeks Leben eine besondere Rolle. Seine Leistung ist für ihn pure Kunst. Aber er kopiert das große Vorbild nicht. „Es ging und geht mir um das Tanzen. Wenn ich tanze, kommt alles aus mir heraus. Da bin ich ganz ich selbst“, erklärt Dudek voller Leidenschaft. Seine blauen Augen sprühen dabei. Fast hält ihn beim Erzählen nichts mehr auf seinem Stuhl. Für das geplante Jackson-Konzert in London hatte er Tickets. Daraus wurde nichts. „Als ich von Michaels Tod erfuhr, habe ich nachts um 3 Uhr spontan angefangen zu tanzen und mir das Konzert von 1992 in Bukarest angeschaut. Nach dieser schlaflosen Nacht bin ich am nächsten Tag mit einem Michael-Jackson-T-Shirt auf die Straße gegangen“, erzählt der Braunschweiger.
So tanzen zu können wie der King of Pop wollte er schon als Zwölfjähriger. Zwei Jahre später ist er damit bereits das erste Mal in der Öffentlichkeit aufgetreten. „Ich habe mir die Videos angeschaut und jeden Tag geübt. Der Tanzstil, den Michael Jackson geprägt hat, faszinierte mich.“
Sein Vater hat ihn motiviert, zur Tanzschule oder in Vereine zu gehen. „Das habe ich dann auch getan – kurzzeitig. Aber im Grunde genommen habe ich mir das alles selbst beigebracht, ich bin Autodidakt“, sagt Dudek. Über den Verein knüpfte der im polnischen Oppeln geborene Patrick Kontakte, fing an, Workshops zu leiten, bei Veranstaltungen aufzutreten. Die Medien wurden auf ihn aufmerksam. Und so ist die Jackson Dance Group keine spontane Erfindung nach dem Tod des King of Pop, sondern eine Weiterentwicklung. „Michael Jackson hat alle inspiriert, seine Kunst weiterzuführen, und ich werde alles dafür tun, dass diese Kunst erhalten bleibt“, meint Dudek. Heute unterrichtet er Michael-Jackson-Style bundesweit.
„Patricks Ehrgeiz ist bewundernswert“, sagt Dance-Company-Präsident Marcus Hajek. „Er steckt so viel Arbeit hinein, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, auch wenn sich der Erfolg erst später einstellt.“
Patrick Dudek ist eigentlich Student der Erziehungswissenschaften an der TU. Das kommt ihm bei der Leitung der Tanzworkshops zugute. Nebenbei arbeitet er in einer Musikschule und einer Veranstaltungsagentur mit. „Ich bin an vielen Dingen interessiert, könnte mir aber vorstellen, einmal hauptberuflich zu tanzen“, sinniert er über die Zukunft. Freundin Melanie hat er dabei an seiner Seite. Sie leitet Modern-Show-Dance-Workshops im Verein.
Patrick ermutigt Tanzbegeisterte, unverbindlich bei der Jackson Dance Group (montags ab 19 Uhr, Geysostraße 19) vorbeizuschauen, vielleicht auch mal mitzumachen. „Die Choreographien, die die Teilnehmer lernen, sind anspruchsvoll“, meint der Coach. Niemand hätte von ihm etwas anderes erwartet. Patrick Dudek bei seiner „Arbeit“ kann man aber auch am 22. August erleben. Dann veranstaltet der Verein einen Danceday, bei dem Interessenten in der Zeit von 14 bis 18 Uhr ein kostenloses Probetraining bei den Danceworkshops mitmachen können (Anmeldungen unter info@bsdc.de).
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