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„Ich stehe hier für meine Mitarbeiter“

Preisverleihung im BZV Medienhaus: „Unternehmerpreis 38“ geht an Stephan Röthele.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 09.09.2017.

Braunschweig. „Im Harz sagt man, Bergbau ist nicht eines Mannes Sache“, zitierte Stephan Röthele, Geschäftsführer der Sympatec GmbH in Clausthal Zellerfeld, den Volksmund, als er jetzt im BZV Medienhaus mit dem ersten „Unternehmerpreis 38“ ausgezeichnet wurde. „Ich stehe hier stellvertretend für meine 150 Mitarbeiter“, betonte er.

Die Jury für den neu geschaffenen Unternehmerpreis hatte sich zwischen drei Finalisten entscheiden müssen, neben Röthele standen noch Kosatec-Geschäftsführer Andreas Sander und Optiker Ehme de Riese auf der Bühne.
„Sie sind drei großartige Unternehmer, drei Finalisten und drei Sieger sowieso“, hatte BZ-Chefredakteur Armin Maus zur Begrüßung der rund 100 geladenen Gäste versichert.

Mit dem Preis wollen die Initiatoren das Unternehmertum fördern, die Auszeichnung soll besonders jungen Menschen Mut machen, selbst Unternehmer zu werden. Jedes Jahr wird der Preis neu vergeben. „Wir wollen damit eine Bühne schaffen, um das Unternehmertum an sich zu würdigen“, hatte Claas Schmedtje, Geschäftsführer BZV Medienhaus, als einer der Initiatoren erklärt. Gemeinsam mit Ingo Weiss, Verband „Die Familienunternehmer“ und Sascha Köckeritz, Braunschweiger Privatbank, hat er den „Unternehmerpreis 38“ ins Leben gerufen und – ganz offensichtlich – mit Leben gefüllt. Der Abend war bewegend, die Geschichten spannend. Das Berufsfeld des Unternehmers will und soll der neue Preis stärker ins Bewusstsein rücken. „Wir haben viel zu wenige Schulabgänger und Studenten, die sagen: Ich will Unternehmer werden“, bedauerte Ingo Weiss vom Verband der Familienunternehmer als einer der Initiatoren. Vor allem um das Unternehmertum im Mittelstand soll es gehen, betonte Sascha Köckeritz von der Braunschweiger Privatbank, und dankte den Sponsoren: „Menschen mit Herzblut und Engagement für die Sache der Unternehmer.“

Kurzweilig, mit Charme und Witz hatte Henning Noske, Lokalchef der BZ, als Moderator die Finalisten nach ihrem Werdegang und ihren Erfolgsrezepten befragt. „Ich war nie der, der mit Härte ein Unternehmen groß macht“, erklärte der Optiker Ehme de Riese, „ich arbeite immer nah an und mit allen Beteiligten, bei mir ist alles Emotion.“
Andreas Sander schilderte seinen Weg „von der kleinen Bude bis hierher.“ Vom Können und Durchstehen sprach er. „Und nicht aus der Bahn werfen lassen, wenn es mal mies läuft“, fügte er hinzu. Preisträger Stephan Röthele betonte, dass auch Glück und Zufall zum Erfolg gehörten. Und Mut: „Wir haben meistens nicht gewusst, was genau auf uns zukommt. Das muss man aushalten können.“ Besonders dankte er an diesem Punkt seiner Ehefrau, die ihn ausgehalten habe. Dass er seinen Erfolg auch einem außergewöhnlichen Talent zu verdanken hat, betonte Professor Thomas Hanschke, Präsident der TU Claustal, in seiner Laudatio. „Sympatec war die erste Ausgründung der TU Claustal“, blickte er zurück, „es ist die Geschichte vom Tüftler im Keller zum Weltmarktführer in der Partikelmesstechnik“.
Richard Borek junior hatte den Abend mit seinem Impulsvortrag temperamentvoll eröffnet, ein flammender Appell, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voran zu treiben. Und auch er betonte den Mut: „Mein größter Respekt vor den Gründern – auch wenn es mal schief geht.“
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