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„Ich bin eine Art Hütehund“

Bundesverdienstkreuz für Dietrich Fürst: Der 76-Jährige hat die Stadt wesentlich mitgeprägt.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22.01.2012.


Braunschweig. Dietrich Fürst hat Braunschweig mitgeprägt: Von der VW-Halle über Wirtschaftsprojekte, wichtige Sportentwicklungen bis zum Karnevalsumzug – alles trägt seine Handschrift. Dafür gab es jetzt das Bundesverdienstkreuz.

Schon in seiner Funktion als Generalbevollmächtigter der Nord/LB habe Dietrich Fürst stets seine soziale Verantwortung gezeigt und sich in vielfältiger Weise um die Stadt verdient gemacht, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bei der Übergabe des Ordens im Altstadtrathaus. „Doch für berufliche Leistungen gibt es kein Bundesverdienstkreuz, diese Auszeichnung steht für gelebtes Ehrenamt“, sagte Hoffmann und zählte einige der Projekte auf, die von Dietrich Fürst mitgeprägt wurden: die Volkswagenhalle, sein Einsatz zur finanziellen Rettung der Eintracht ebenso wie der Basketballer, seine soziale Verantwortung im Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Wiederaufbau, seine Vorstandsarbeit im Herzogin-Elisabeth-Krankenhaus, seine Arbeit in der Landessynode.
Gerhard Glogowski sprach als Freund, Wegbegleiter und Ehrenbürger über die besonderen Fähigkeiten des 76-Jährigen und betonte seine Mitmenschlichkeit. Manches Braunschweiger Unternehmen würde es nicht mehr geben, wenn nicht Dietrich Fürst in seiner Zeit bei der Nord/LB auch in schwierigen Fällen für die Bewilligung von Krediten gesorgt hätte, sagte Glogowski. „Er opfert nicht seine Zeit, er tut was er tut, weil er davon überzeugt ist. Und er tut es gern.“ Als Beispiel für die spezielle Art Dietrich Fürsts, Menschen zusammenzubringen und in die Pflicht zu nehmen, erzählte Glogowski von den spärlichen Anfängen des Braunschweiger Karnevalsumzuges Ende der 70er Jahre. Und davon, wie ein großes Stück Käse und sieben Flaschen Rotwein später Dietrich Fürst eine Gruppe Braunschweiger Unternehmer überzeugt hatte, sich an dem Umzug zu beteiligen.
Auch Stadtsportbund-Präsident Franz Matthies schwärmte vom Einsatz des Fürsts. Er blickte zurück auf einen Tag im Juni 2001 und den Besuch von Dietrich Fürst bei Ferdinand Piëch – am Ende stand die Zusage des Volkswagenkonzerns zur Beteiligung am Bau der VW-Halle.
„Ich bin eine Art Hütehund, ich halte die Leute zusammen“, beschrieb Dietrich Fürst sich selbst und fügte an: „Ein Stück dieses Ordens gehört meiner Frau und meiner Familie, die sind sicher manchmal zu kurz gekommen.“
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