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Hindernisrennen zwischen Müllfahrzeugen beendet

Mehr Kapazität und Übersichtlichkeit: Der neue Wertstoffhof hat seine Fläche im Vergleich zur alten Anlage verdreifacht. Foto: Korth

Neuer Wertstoffhof: Mehr Sicherheit, mehr Kapazität, mehr Service.

Von Marion Korth, 28.10.2016.

Ein großes Problem vor dem Komplettumbau: Bürger mussten sich mit ihren Privatfahrzeugen mitten durch den Betriebsverkehr auf dem Alba-Gelände ihren Weg bahnen. 130 Fahrzeuge gehören zum Fuhrpark, alle Müllfahrzeuge starten an der Frankfurter Straße, pendeln zum Teil mehrmals von dort aus in die Stadt.

Mehr Sicherheit

„Das Entkoppeln vom Anlieferungs- und Betriebsverkehr war uns wichtig“, sagte Matthias Fricke, Geschäftsführer der Alba Braunschweig GmbH. Durch die eigene Fahrspur ist die Anlieferung nun viel sicherer und auch stressfreier geworden. Alles Aspekte, um zu verhindern, dass Rest- oder Sperrmüll irgendwo am Waldrand „entsorgt“ werden. „Bürgernähe ist entscheidend für Recycling“, betonte Dr. Eric Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der Alba Group.
„Früher kam man hier auf einer Schotterpiste an, stand viel tiefer und musste zusehen, wie man den Müll in die Container gehievt bekommt“, zeichnete Oberbürgermeister Markurth das Bild vor dem Umbau. Dadurch, dass die Container nun tiefer stehen, ist es viel einfacher geworden, sie zu füllen. Müssen sie ausgetauscht werden oder muss der Bagger anrücken, um lockere Müllberge mit der Schaufel zusammenzudrücken, damit mehr in den Container passt, dann passiert das nun getrennt von den Anlieferungsfahrzeugen von außen in der neu geschaffenen Betriebsgasse. „Früher mussten wir immer den ganzen Hof absperren, um rangieren zu können“, sagte Fricke. Weil das nun entfällt, können wesentlich mehr Menschen parallel ihre Wertstoffe loswerden.

Leichtere Orientierung

Auch bietet die neue Anlage Platz für bis zu acht zusätzliche Container, was ebenfalls die Kapazität erhöht. Allein durch das Elektrogesetz werden Geräte in mittlerweile sechs verschiedenen Containern gesammelt: Kühlschränke getrennt von Herd und Toaster, Unterhaltungselektronik getrennt von Röhrenbildschirmen. Photovoltaikanlagen werden ebenfalls gesondert erfasst und Inhaltsstoffe wiederverwertet. Neu ist die Möglichkeit, Altreifen abgeben zu können oder einen Eimer voll mit Fliesen oder Mörtelresten, die bei einer kleineren Hobbyheimwerkerarbeit übriggeblieben sind.
Jährlich nutzten bislang 22 000 Menschen den Wertstoffhof an der Frankfurter Straße. Markurth geht davon aus, dass es zukünftig bestimmt an die 30 000 sein werden – wegen der zentralen Lage. Markurth scherzhaft: „Für Kernbraunschweiger liegt Watenbüttel kurz vor Gifhorn.“ Die Anlage in der Stadt ist nun ebenso ausgestattet wie die in Watenbüttel, wohin jährlich rund 60 000 Bürger ihren Müll bringen. Einziger Unterschied: In Watenbüttel werden auch asbesthaltige Baustoffe sowie Sperrmüll in größeren Mengen angenommen.
Seit dem 4. April war die Anlage an der Frankfurter Straße geschlossen gewesen. Sechs Wochen hatte allein die Untersuchung des Geländes auf Kampfmittel in Anspruch genommen.
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