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Hier werden Ideen Beine gemacht

„Wind und Sonne schicken keine Rechnung – warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht“, darüber spricht der Journalist und Buchautor Franz Alt am Freitag (28. April) ab 16 Uhr. Foto: www.sonnenseite.com/oh

Seminar „Wohnen ohne Nebenkosten“ soll in der Gründung eines Bürgerunternehmens münden.

Von Marion Korth, 13. April 2017

Braunschweig. Das Niedrig- und auch das Null-Energiehaus waren gestern, jetzt kommt das Energieplus-Haus, das mehr Energie erzeugt, als die Bewohner selbst verbrauchen. Die Referenten des dreitägigen Seminars „Wohnen ohne Nebenkosten“ vom 27. bis 29. April im BZV-Medienhaus, Hintern Brüdern 23, gehen das Thema Energiewende von unterschiedlichen Seiten an, erläutern, warum Klimaschutz wichtig ist, berichten über technische Lösungen und zeigen Wege auf, wie energiesparendes und möglicherweise gemeinschaftliches Wohnen verwirklicht werden können.

Zu den Rednern gehören der bekannte Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt, der auf die Kraft der Sonne setzt, Dr. Leonie Wenz vom Institut für Klimafolgenforschung aus Potsdam, Stefan Möller von der GLS Bank oder auch Eva Stützel, die das Wohnprojekt Sieben Linden vorstellt. Es bleibt nicht nur beim Wissenstaustausch: Es geht darum, am Ende ein Bürgerunternehmen zu gründen, das als eines der ersten Projekte ein ökologisches Wohnprojekt in Braunschweig entwickeln und realisieren soll.
Der Versorgungstechnikingenieur Heiko Hilmer, einer der Seminarorganisatoren und Gründungsmitglied der Regionalen Energie- und Klimaschutzagentur (rreka), hat schon etliche Energieprojekte begleitet. Ein mühsamer Weg, so jedenfalls ist seine Erfahrung. „Die Dinge sind so wahnsinnig kompliziert geworden“, sagt er. Ehrenamtlich sei es nur mit sehr viel persönlichem Einsatz und noch mehr Zeit möglich, Projekte wie die Photovoltaikanlage auf der Grundschule Bebelhof bürgerschaftlich organisiert zu realisieren. „Wenn das Projekt dann aber erst einmal steht, finden sich Geldgeber“, sagt Hilmer. Und es finden sich weitere Mitstreiter, die gern einsteigen möchten. Der Schritt davor, um die Idee in die Tat umzusetzen, sei dagegen das eigentliche Problem. Hier setzt die Idee des Bürgerunternehmens an, das als eine Art Projektentwicklungsgesellschaft professionell und nichts anderes tut, als Ideen zu sammeln und bis zur Realisierungsreife zu bringen. An den passenden Stellen vorgestellt, sei es dann vergleichsweise ein Leichtes, Unterstützer zu finden. Auf diese Weise könnten Projekte schneller und in viel größerer Zahl verwirklicht werden, sagt Hilmer.
Das Seminar kann als „Komplettpaket“ belegt werden (280 Euro) oder tagesweise (130 beziehungsweise 60 Euro am Samstag). Organisiert wird es vom gemeinnützigen Bürgerverein Reka. Im Internet unter www.r-eka.de finden sich Programm, Ablaufplan sowie Anmeldeformulare.
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