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Herzpatienten optimal versorgt

Im Klinikum neue Intensivstation der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie – Modernste Technik.

Von Martina Jurk, 07.08.2011.

Braunschweig. Ab morgen werden Herz-, Thorax- und Gefäßpatienten im Klinikum an der Salzdahlumer Straße auf einer neuen Intensivstation versorgt. Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Anbau für 27 Millionen Euro bezugsfertig.

Noch im August finden dort auch die interdisziplinäre zentrale Notaufnahme, im Oktober weitere Operationssäle mit direkter Anbindung an die Intensivstation der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie und Ende des Jahres ein Hubschrauberlandeplatz, außerdem die Zentralsterilisation sowie das Technik-Zentrum ihren neuen Standort. Damit setzt das Klinikum sein Zwei-Standorte-Konzept weiter um.
Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehme einen immer größeren Bereich ein, je älter die Menschen würden, stellt der Ärztliche Direktor des Klinikums, Professor Dr. Horst Kierdorf fest. Die bisherigen Räume der Intensivstation sind erst vor knapp 20 Jahren bezogen worden. 65 000 Patienten sind dort behandelt worden, davon wurden 35 000 beatmet. Allein in den vergangenen zehn Jahren habe es eine enorme Entwicklung im Bereich der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie gegeben, der mit der neuen Intensivstation Rechnung getragen werde, so Pflegedirektor Ulrich Heller.
Die Station in der zweiten Etage des Anbaus ist ausgerüstet mit modernster Technik. Herzstück ist der Hybrid-OP, „einer der modernsten Operationssäle der Herzgefäß-Chirurgie mit den technischen Möglichkeiten wie in einem Katheter-Labor“, meint Dr. Wolfgang Harringer. Für den Chefarzt der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie ein Sechser im Lotto. Nicht nur die Qualität der medizinischen Versorgung verbessere sich, sondern auch die Bedingungen für die Patienten und das Pflegepersonal. Alle technischen Geräte, medizinische Gase und die Stromversorgung sind an der Decke angebracht. Die Betten stehen frei, Kopf und Oberkörper der Patienten sind besser erreichbar. Die Decken wurden farblich mit Mustern in warmen Gelb- und Orangetönen gestaltet als Blickfang und Orientierung für die bewegungsunfähigen und bewusstseinsgetrübten Patienten. Die Zimmer sind heller durch größere Fenster. Weitergeführt wird das Patienten-Daten-Management-System (PDMS), das das Klinikum im vergangenen Jahr als erstes Krankenhaus in Braunschweig auf der Intensivstation der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie eingeführt hat – ein Projekt der „papierlosen Intensivstation“. Die Zeit, die dadurch bei der Dokumentation eingespart wird, steht für die Patientenversorgung zur Verfügung. Die Station bietet zehn Betten und ein Notfallbett. 33 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung der Patienten.
„Das ist Hochleistungsmedizin auf Erstliganiveau, und das in Zeiten knapper Kassen“, lobt Professor Kierdorf. Der Umzug auf die neue Intensivstation findet an diesem Wochenende bei laufendem Betrieb statt.
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