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Herzlichen Glückwunsch Lemmy -Der Golden Retriever der Projektklasse des Gymnasiums Christophorusschule besteht die Therapiebegleithund-Prüfung

  Braunschweig: Gymnasium Christophorusschule | Eigentlich war es nicht geplant, dass in das Konzept der 2003 gestarteten Projektklassen am Gymnasium Christophorusschule im CJD Braunschweig auch die bisher nur am Internat eingesetzte tiergestützte Pädagogik integriert wird. Konzipiert als Schulprogramm für die Klassenstufen fünf und sechs sowie für besonders herausfordernde Schüler mit gymnasialer Begabung, stand und steht die individuelle Begabungsförderung, die Entwicklung einer Anstrengungskultur und notwendigen Kernkompetenzen für einen dauerhaft erfolgreichen Schulbesuch ab Klasse sieben im Vordergrund.

Petra Sipply kam jedoch als Gründungsmitglied zum Erzieherinnen-Team der Projektklasse und begegnete im Sommerurlaub 2004 in der Türkei dem heimatlosen Mischlingshund Lydia. „Man kann eigentlich eher sagen, Lydia hat sich uns als neue Familie ausgesucht“, erinnert sich Sipply. „Schon damals hatte sie ihre sehr herzliche aber auch bestimmte Ausstrahlung, der man sich nur schwer entziehen kann. Denn eigentlich passte damals gar kein Hund in mein Leben.“

Doch Lydia wurde nicht nur festes Familienmitglied. Sipply machte beim Institut für Soziales Lernen mit Tieren eine Qualifizierung in tiergestützter Pädagogik und integrierte Lydia als Schulhund in den Unterrichtsalltag. Und nicht nur das: Auch in den weiteren Klassenstufen des Gymnasiums unterstützte sie die Lehrkräfte dabei, Fische oder Mäuse in den Unterrichtsalltag zu integrieren.

Mittlerweile ist ein Schulhund im von Projekttagen und AGs geprägten Unterricht nicht mehr wegzudenken, aber Lydia nach über zehn Jahren im Einsatz nicht mehr die Jüngste. Schon früh suchte Sipply deshalb nach einen geeigneten Nachfolger und fand den mittlerweile zweijährigen Lemmy. Und genauso wie Lydia zuvor, bestand nun auch er die Therapiegleithund-Prüfung. Dafür musste er in einer besonderen Stresssituation seinen Gehorsam unter Beweis stellen und in der Hundeführerschein-AG entwickelte Übungen ausführen.

Doch wie unterscheiden sich Lemmy und Lydia? „Lemmy ist Rüde und fröhlicher sowie immer aktiver Golden-Retriever, empfängt jeden Schüler morgens schon im Schulflur und begleitet sie in die Klasse. Lydia war hingegen schon immer eine Dame“, beschreibt Sipply die Unterschiede zwischen beiden Hunden schmunzelnd. „Sie ließ sich natürlich von den Schülern in der Klasse begrüßen. Und genauso wie ich konnten sich auch die Schüler ihrer freundlichen Ausstrahlung nicht entziehen sondern kamen gerne zu ihr. Außerdem ist Lydia zu Hause unangefochten die Chefin –auch wenn Lemmy natürlich viel kräftiger ist.“

Doch beide Hunde besitzen die für „ihren Beruf“ notwendige Empathie und Ruhe: Sie strahlen im Unterricht die notwendige Ausgeglichenheit aus, um auch in besonders stressigen Unterrichtssituationen deeskalierend zu wirken. Und gerade auf traurige oder wütende Schüler geht auch Lemmy bereits bevorzugt in den Schulpausen zu und lässt sich von ihnen streicheln und strahlt sie an. Einmal die Woche kommt zudem auch Lydia noch zur Schule. In der Hundeführerschein-AG am Montag-Nachmittag üben weiterhin beide Hunde mit den Schülern und Petra Sipply verschiedene Übungen ein.
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