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Haus nach Waffen durchsucht

Die sichergestellten Waffen. Foto: Polizei

In der Silvesternacht kam es in der Straße Am Stiftshofe in Salzgitter zu Sachbeschädigungen an zwei nebeneinanderliegenden Wohnhäusern und den angrenzenden Garagen.

Salzgitter, 06.01.2017.

Die polizeilichen Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass die Beschädigungen durch Schusswaffen verursacht wurden.

Im Rahmen der Spurensuche wurden Projektilreste gesichert, die auf Kleinkalibermunition hindeuteten. In den geschlossenen Garagen wurde ein dort abgestelltes Fahrzeug ebenfalls beschädigt. Erste Ermittlungen ergaben einen Tatverdacht hinsichtlich eines möglichen Tatobjektes, von wo aus geschossen worden sein konnte.

Hier wurden im Garten mehrere Patronenhülsen festgestellt und gesichert. Nach weiteren durchgeführten Ermittlungen wurde über die StA Braunschweig ein Durchsuchungsbeschluss angeregt, der dann am 04.01.2017 durch den Ermittlungsrichter ausgestellt wurde. Die Durchsuchungen in dem betroffenen Haus führten zum Auffinden von einem Kleinkalibergewehr, einer Schrotflinte, einer Pistole und weiteren Kurzwaffen und Munition von unterschiedlichem Kaliber. Nähere konkrete Angaben zu den sichergestellten Gegenständen können derzeit nicht gemacht werden, diesbezüglich dauern die Ermittlungen an.

Das durchsuchte Objekt wird von einer 43-jährigen Mutter bewohnt. Der Sohn im Alter von 16 Jahren und sein 17-jähriger Freund sind geständig, mit dem Kleinkalibergewehr geschossen zu haben. Beide sollen nicht in dem Tatobjekt wohnen. Nähere Einzelheiten müssen im Rahmen der weiteren Ermittlungen geklärt werden. Nach den bisher durchgeführten intensiven Ermittlungen wurde durch die Tathandlungen niemand verletzt. Allerdings wird nach dem bisherigen Ermittlungsstand davon ausgegangen, dass eine hohe abstrakte Gefährdungslage bestand. Dies wird aufgrund der Vielzahl der aufgefundenen Patronenhülsen und den festgestellten Querschlägern begründet. Die Anwohner stehen unter dem Eindruck des Geschehens. Derzeit ist bekannt, dass auf den erst kürzlich verstorbenen Ehemann der 43 Jährigen eine Waffenbesitzkarte ausgestellt wurde.

Nähere Einzelheiten zu den sichergestellten Waffen müssen im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 10000 Euro. Die festgestellten Waffen wurden zur Vorbereitung der Vernichtung sichergestellt.
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