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Große Freude in Addis Abeba

Anonymer Spender verschenkt 4000 Euro.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 06.01.13

Braunschweig. Die Nachricht ist schon um die halbe Welt: 4000 Euro zusätzlich aus Braunschweig für die Kinder in Äthiopien.

Nach einem Artikel in der neuen Braunschweiger über die Deutsche Kirchenschule in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba fand Domprediger Joachim Hempel einen Umschlag mit acht 500-Euro-Scheinen im Gottesdienstbuch im Dom. In dem beigelegten Artikel war angemarkert, dass das Geld für ein Projekt mit blinden Kindern an der Deutschen Kirchenschule eingesetzt werden soll.
„Wir haben die frohe Botschaft direkt nach Äthiopien gemeldet“, erzählt Hempel. In einer ersten E-Mail hat sich der Direktor der Deutschen Kirchenschule, Ato Teklu Tafesse, sehr herzlich bedankt. Im Februar fliegt eine Delegation nach Äthiopien und wird das Geld, gemeinsam mit weiteren Spenden, die für das Projekt gesammelt wurden, übergeben.
Der anonyme Geldgeber hat seit Ende 2011 rund 200 000 Euro verschenkt. Seine Aktionen sind als „Wunder von Braunschweig“ bekanntgeworden und werden auch überregional bewundert.

4000 Euro für die Kinder in Äthiopien. „Wir sind tief berührt und danken für die Großherzigkeit“ – schreibt der Direktor der Deutschen Kirchenschule in Addis Abeba in einer ersten Reaktion an Domprediger Joachim Hempel.

Am Sonntag vor Weihnachten hatten wir in der neuen Braunschweiger unter dem Titel „Herzensangelegenheit“ einen Bericht über die Deutsche Kirchenschule in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und die Arbeit, die ganz wesentlich vom Braunschweiger Dom aus unterstützt wird, gebracht. Und gleich im neuen Jahr rief Domprediger Joachim Hempel in der Redaktion an: „Der anonyme Spender hat uns 4000 Euro geschenkt“, freute er sich. Im Gottesdienstbuch lag ein Umschlag, darin das Geld und der Artikel aus der nB, in dem genau markiert war, wozu das Geld genutzt werden soll. „Das Patenkinderprojekt war dick angestrichen“, erzählt Hempel.
Dieses Projekt hat wirklich jede Unterstützung verdient. Durch von Fliegen übertragene Infektionen verlieren viele Kinder in Äthiopien ihr Augenlicht. An der Deutschen Kirchenschule in Addis Abeba bekommt ein blindes Schulkind ein sehendes Patenkind an die Seite. Fachlehrer haben die Schulmaterialien in die Brailleschrift übersetzt, so können die blinden Schüler die Inhalte mit den Fingerspitzen ertasten. Selbst die Computer wurden mit dieser speziellen Blindenschrift ausgestattet. Dadurch können blinde und sehbehinderte Schüler eine erstklassige Ausbildung erhalten, einen Beruf erlernen oder sogar studieren. Eine Riesenchance – ganz besonders in einem Land wie Äthiopien.
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