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Geschäft mit der Sicherheit

Christian Helck entwickelt Videosysteme.

Von Birgit Leute, 26.06.2011

Braunschweig. „Ein Unternehmer will in erster Linie Geld verdienen.“ Christian Helcks Credo ist knapp und nüchtern. Genauso effizient leitet er seine Firma Trajet, ein Unternehmen, das vom wachsenden Wunsch nach Sicherheit lebt – vor allem im Ausland. Eine weitere Folge unserer Serie "Erfolgsideen".

Eine große Glasfront trennt Helcks Schreibtisch vom Rest der Räume. Luftige 850 Quadratmeter besitzt Trajet im ehemaligen Schubert-Werk am Rebenring. Viele sind auf Zuwachs gemietet, doch der Sicherheitsmarkt, auf dem die Firma unterwegs ist, boomt. „Im nächsten Jahr streben wir einen zweistelligen Millionen-Gewinn an“, sagt Helck – schlank, braungebrannt und mit Dreitage-Bart – nicht ohne Stolz.
Zehn Jahre nach der Gründung bewegt sich der ehemalige TU-Student mit seinen kleinen mobilen Videosystemen längst auf internationalem Parkett. England, Singapur, die Niederlande sind die wichtigsten Abnehmer. Darüber hinaus stattet er die Polizei in verschiedenen Bundesländern mit seinen Kameras aus. „Nicht zur Überwachung, sondern zur Sicherheit der Beamten“, betont der 45-Jährige. Er weiß, dass die Technik, die er verkauft, für viele einen faden Beigeschmack hat – vor allem in Deutschland. Doch der gebürtige Bremer sieht in seinem Produkt keine Kontrolle, sondern eher eine Abschreckung: „Die Kameras in den Polizeiwagen sind zum Beispiel sichtbar, sollen Täter von Angriffen abhalten“, beschreibt Helck den Nutzen.
Für solche Gedanken hat der zielstrebige Unternehmer sowieso keine Zeit. „Es geht doch bei einem Unternehmen am Ende gar nicht mehr um das Produkt, sondern darum, dass man Geld verdient, Gewinne einfährt.“ Das klingt nach einem perfekten Start, doch auch Helck musste bei der Gründung einige Blessuren hinnehmen. „Ich habe daraus gelernt“, sagt er rückblickend.
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