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„Georgianas Leben hängt von unserer Unterstützung ab“

Verein zur Unterstützung kranker Menschen (VUKM) gründet sich – Benefizkonzert.

Von Martina Jurk, 07.11.2012.

Braunschweig. Die 23-jährige Georgiana Bara leidet seit ihrem 18. Lebensjahr an einer aggressiven Krebsart, dem Hodgkin-Lymphom. Behandelt wird sie an der Uniklinik in Köln. Mit den Therapiekosten von 90 000 Euro sind Familie und Freunde überfordert. Sie gründeten einen Verein in der Hoffnung auf Unterstützung.

„Die Behandlung abbrechen zu müssen, weil kein Geld da ist, wäre fatal“, sagt Michael Hurst. Georgiana ist seine Schwägerin. Ihr Schicksal – siebeneinhalb Monate Chemo- und Strahlentherapie 2008 und ein erneutes Auftreten des Hodgkin-Lymphoms 2012 – sei der Anlass gewesen, den Verein zur Unterstützung kranker Menschen (VUKM) zu gründen. Die sieben Mitglieder – der Verein befindet sich noch in der Gründung – haben ähnliche Schicksale selbst oder in ihren Familien erlebt. „Wir wollen etwas tun. Natürlich nicht nur für Georgiana, sondern auch für andere Menschen, deren Erkrankung Grenzfälle darstellen“, erklärt Hurst, der den Vereinsvorsitz übernimmt.
Der Grenzfall bei der 23-jährigen Georgiana ist ihre Herkunft. Sie stammt aus Rumänien, studiert dort Wirtschaftswissenschaften. Sie ist die Schwester der Ehefrau des gebürtigen US-Amerikaners Michael Hurst. Die Ärzte in Rumänien gaben ihr wenig Chancen, geheilt zu werden.
„Wir haben uns in Deutschland an jeden Krebsverein gewandt, aber bei keinem passte Georgiana ins Bild, unter anderem, weil sie eine ausländische Patientin ist. Es fand sich niemand, der helfen konnte, die notwendige Therapie zu finanzieren“, erzählt Hurst.
Seit April wird Georgiana an der Uniklinik Köln behandelt. Verwandte und Freunde gaben Geld und verschuldeten sich damit teilweise. „Die komplette Summe kam nicht zusammen, die Klinik stimmte dennoch zu, mit der Therapie zu beginnen. Die Ärzte in Köln geben ihr eine 50- bis 70-prozentige Heilungschance. Das motiviert Georgiana und uns zu kämpfen. Ihr Leben hängt auch von unserer Unterstützung ab“, so Hurst. Der 32-Jährige studierte an der TU Braunschweig und arbeitet als Softwareentwickler in einem Konstruktionsbüro.
Am 22. Dezember veranstaltet der Verein im LOT-Theater ein Benefizkonzert unter dem Namen Sonic Cure. „Eines der besonderen Art“, verspricht Michael Hurst. Braunschweiger Musiker präsentieren einen Mix aus unterschiedlichen Stilrichtungen – von Klassik über Jazz und Rock bis hin zu Akustik. Dabei sind Jens Duckstein, Tom Hinze, Valentino 66, Philipp Preuss & Mirja Lendt, Alex Dorenberg & Oliver Schulz, Matthias Lindner, Wilhelm & Kristina, LPG Fette Töne und Stroker Ace. Michael Hurst gehört dazu, er ist Schlagzeuger und Sänger bei der Punk-Rock-Band Stroker Ace. „Das Benefizkonzert ist eine Möglichkeit, Geld zu sammeln. Alle Vereinsmitglieder haben unterschiedliche Berufe, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das gibt uns die Möglichkeit, auch andere Projekte, zum Beispiel im Kunstbereich, zu machen“, meint Hurst. Karten für das Benefizkonzert gibt es unter www.lot-theater.de oder direkt im LOT-Theater. Die Eintrittsgelder und Spenden gehen zu hundert Prozent an Georgiana Bara.
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