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Fußballfans für den Tierschutz

Tierrechtler informierten über Hundemord in der Ukraine im Vorfeld der Fußball-EM 2012.

Von André Pause,25.12.2011.


Braunschweig. „Mich wundert, dass so wenige Menschen darüber Bescheid wissen“, wundert sich Sabine Brigitte Pankau, Vorsitzende des Vereins „Tier-Time“. Das Thema von dem die Rede ist, heißt „Hundemord in der Ukraine für die Europameisterschaft 2012“.

Um mit Flyern über die Situation in einem der beiden Gastgeberländer zu informieren, stehen Pankau und sieben weitere Tierrechtler bei nasskaltem Wetter zwei Stunden vor dem Spiel Eintracht Braunschweig gegen Alemannia Aachen am Stadioneingang in der Rheingoldstraße.
Die Ukraine hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der heimatlosen Tiere zu dezimieren, um der Welt nicht zeigen zu müssen, wie viele heimatlose Tiere auf ukrainischen Straßen leben und leiden, heißt es auf der Homepage der Tierschutzorganisation Peta. Und auch in verschiedenen Medien wurde bereits über Tötungsaktionen berichtet, bei denen Hunde zunächst mit einem Gift namens Ditalin vergiftet und zum Teil lebendig verbrannt werden – in mobilen Verbrennungsöfen. Pankau bezweifelt, dass der Einsatz dieser Öfen, wie von der ukrainischen Regierung beteuert, gestoppt wurde. „Gerade habe ich gelesen, dass nun auch Gruben, in denen sich Hunde befinden mit Flüssigbeton ausgegossen wurden“, sagt Pankau, die sich für die „Neuter and Release“-Methode, ein Instrument zur effektiven, nachhaltigen und humanen Geburtenkontrolle, einsetzt. Dabei werden die Tiere zunächst eingefangen, kastriert und anschließend wieder freigelassen. „Alles andere ist schlicht Geldverschwendung, Zeitverschwendung und Tierquälerei.“ Pankau wünscht sich, dass mehr Fußballbegeisterte an die UEFA und den DFB schreiben oder die Petition von Peta unterzeichnen, damit mehr Druck aufgebaut wird. Bisher hätten sich die Verbände ihrer Ansicht nach nur unzureichend mit dem Thema auseinandergesetzt. Immerhin: Das Interesse der Besucher des Zweitligaspiels an mehr Information zum Thema scheint vorhanden zu sein. Die 700 Flyer über die die Tierrechtler mit den Fans ins Gespräch kommen, gehen schnell zur Neige. Weitere Aktionen sind im kommenden Jahr geplant. Informationen zum Thema erhalten Sie unter www.tier-time.de sowie www.peta.de im Internet.
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