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„Fühle mich als Pionier“

Drei Monate Bundesfreiwilligendienst: Stadt gibt Erfahrungsbericht.

Von Birgit Leute, 26.10.11

Braunschweig. „Ich fühle mich wie ein Pionier“, sagt Daniel Winkler. Er ist einer der ersten Bundesfreiwilligen im Dienst der Stadt. Inzwischen gibt es zwölf „Bufdis“, alle im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie angesiedelt. Ein Zwischenstand.

Drei Monate ist der Bundesfreiwilligendienst – Ersatz für den Zivildienst – inzwischen am Start. Was die Stadt betrifft, ist Norbert Winkler, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, ganz zufrieden. „Wir haben schon eine erkleckliche Zahl an Stellen eingerichtet“.
Anlässlich der Aktionswoche „Bundesfreiwilligendienst – für meine Stadt“ vom Deutschen Städtetag, legte er genauere Zahlen vor: „Im Bereich Jugendförderung sind derzeit 12 der 13 Stellen besetzt“, erläuterte er. Weitere 18 Plätze sind in den städtischen Kitas geplant. „Die Stellen sind beantragt, wir warten praktisch täglich auf die Zusage des Bundes“, so Winkler.
Bislang ist sein Fachbereich der einzige, der Platz für Bundesfreiwillige geschaffen hat. „Es gibt aber auch noch Potenziale in den Sparten Kultur, Sport und Umwelt“, gab Winkler an.
Einer der ersten städtischen „Bufdis“ ist Daniel Winkler (nicht verwandt mit Norbert Winkler). Er hatte sich nach dem Abitur spontan für die Integrationshilfe für junge Erwachsene entschieden, „erstmal für sechs Monate, vielleicht aber auch länger“, so der 19-Jährige. Als Bundesfreiwilliger ist er „Mädchen für alles“, arbeitet mit den Jugendlichen, richtet deren Zimmer ein, macht aber auch Büroarbeiten. „Ein weites Feld“, ist er begeistert.
Für Winkler ist das der große Vorteil gegenüber dem Zivildienst: „Die Bundesfreiwilligen können vielfältiger eingesetzt werden, dürfen zum Beispiel auch pädagogisch arbeiten – positiv für die Einrichtungen, aber auch für die Absolventen selbst, weil sie sich beruflich besser orientieren können.“ Für die Zukunft wünscht sich der Fachbereichsleiter noch mehr Frauen als „Bufdis“. Derzeit seien es nur ein Viertel aller Freiwilligen. Winkler: „Der Bundesfreiwilligendienst hat sich total geöffnet, das wird immer wieder vergessen. Auch Ältere, das heißt 40- bis 50-Jährige können freiwillig Dienst tun.“ Weitere Informationen zu Angeboten in der Stadt unter der Telefonnummer 4 70-85 11.
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