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Flutopfer: Hilfe geht weiter

Braunschweiger helfen bei Aufräumarbeiten.

Von Martina Jurk, 26.06.2013.


Braunschweig. Das Wasser geht zurück. Die Hilfe für die Flutopfer auch? „Keinesfalls“, sagt Fluthelfer Oliver Günther.

Der Mitinitiator der Aktion „Braunschweig hilft Magdeburg“ hat alle Hände voll zu tun. Im Moment sammeln Günther und seine Mitstreiter, die sich aus der Eintracht-Fanszene rekrutierten, Werkzeug, Kleidung und Nahrung. Auf der neu eingerichteten Homepage www.braunschweig-hilft-magdeburg.de ist eine Liste veröffentlicht, was und wo alles gesammelt wird. Geldspenden sammeln sie nicht, das solle lieber auf die offiziellen Spendenkonten überwiesen werden. Einzige Ausnahme seien Kleinspenden für Benzin.
Das Bundeskabinett bewilligte am Montag einen Fluthilfe-Fonds in Höhe von acht Milliarden Euro. Gestern würdigte im Bundestag Kanzlerin Angela Merkel das Engagement der vielen freiwilligen Helfer.

„Es ist wie in einem Albtraum. Wenn man die Menschen vor Ort sieht, die alles verloren haben, dann weiß man, wie viel Hilfe nötig ist“, betont Oliver Günther.

Mehrmals waren die Braunschweiger Fluthelfer, die eine 20-jährige Freundschaft zu Magdeburger Fußball-Fanklubs verbindet, inzwischen in Magdeburg und Burg, um Sachspenden zu übergeben und selbst beim Entfernen der Sandsäcke mit anzupacken. „Am schwersten ist es zu beurteilen, wo die Hilfe am nötigsten ist, und dafür zu sorgen, dass sie an die richtige Stelle kommt“, beschreibt Günther die Situation. Die Fluthelfer sind inzwischen auch in Fischbeck im Einsatz.
Die Braunschweiger möchten weiter helfen und planen weitere Aktionen. Eine Hotline soll eingerichtet werden. Die gesamte Organisation der Fluthilfe erfolgt noch über Facebook. Facebook Link: http://www.facebook.com/events/123899091151658/
Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann unterstützt die Spendenaufrufe in Braunschweig zur Beseitigung der Schäden in der von den Überflutungen besonders schlimm betroffenen Partnerstadt Magdeburg. Er dankte den vielen Helfern und Einsatzkräften, wie zum Beispiel der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, und würdigte die Initiative der Fans von Eintracht Braunschweig, die spontan mit mehr als 100 Braunschweigern nach Magdeburg fuhren, um mitzuhelfen und das Schlimmste zu verhindern. „Ihnen allen und den vielen weiteren Helferinnen und Helfern gilt mein großer Dank“, sagte der OB.
Magdeburg benötige jetzt weitere Unterstützung durch die Braunschweiger. „Es ist kaum in Worte zu fassen, was es für den Einzelnen bedeutet, wenn das Hab und Gut zerstört wird oder verloren geht. Uns allen ist klar, dass es nicht nur viel Mühe, sondern auch viel Geld kosten wird, die durch das Hochwasser verursachten Schäden zu beseitigen. Deshalb unterstütze ich die Spendenaufrufe und bitte die Braunschweiger, einen Beitrag zu leisten“, so Gert Hoffmann.
Es sind die vielen einzelnen Hilfsaktionen, die am Ende eine große Unterstützung für die Flutopfer ausmachen, so hoffen die Menschen, die aktiv vor Ort Hilfe leisten oder spenden. Angela Merkel sprach gestern von „gelebter Solidarität“.
Einer, der helfen will, ist auch Autor und Schriftsteller Armin Rütters, der regelmäßig bei „Mord auf der Oker“ seine spannenden Geschichten vorliest. Er spendet seine Gage der Fahrt am Sonnabend (29. Juni) um 20 Uhr gänzlich für die Opfer des Hochwassers. Das Stadtmarketing verdoppelt die Spendensumme. Ist das Floß ausverkauft, ergibt sich dann eine Spende in Höhe von insgesamt 288 Euro. Diese kommt der Hochwasserhilfe der Aktion „Deutschland hilft“ zugute.
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