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Feuerwehr und Kirche gehen gemeinsam neue Wege

Sie bereiten den Florianstag vor: Pastor Henning Böger, Pastoralreferent Siegfried J. Mehwald, Jugendwartin Alice Bührmann, Karsten Appel vom städtischen Fachbereich Feuerwehr, stellvertretender Stadtbrandmeister Harald Herr (v.l.). Fotos: Thomas Ammerpohl
 
Das Wahrzeichen der Magnikirche.

3. Ökumenischer Florianstag am 3. Mai in der Magnikirche.

Von Martina Jurk, 29.04.2015.

Braunschweig. Freiwillige Feuerwehr und Kirchen treffen sich zum dritten Mal in der Magnikirche. Am Sonntag (3. Mai) um 17 Uhr veranstalten sie den Ökumenischen Florianstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Neue Wege gehen“ steht. Die Veranstaltung soll der Begegnung zwischen Kirche und Feuerwehr sowie der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit dienen.

„Die Verbindung zwischen Kirche und Feuerwehr hat Tradition, vor allem in den Dörfern“, sagt Henning Böger, Pastor in St. Magni. Initiiert haben den Florianstag die Freiwillige Feuerwehr Braunschweig, die katholische City-Pastoral und die evangelische Magni-Gemeinde. Der Heilige Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehr. Im Mittelalter wurde seine Hilfe zur Abwendung von Feuer angerufen. Bis heute ist Florian der Funkrufname der Feuerwehr.

„Der Florianstag ist kein Volksfest, sondern ein ganz eigenes Format“, so Böger. Er beschäftige sich in jedem Jahr mit einem bestimmten Thema. Nach Notfallseelsorge und Kinder- und Jugendarbeit in den vorangegangenen Jahren sei das Thema diesmal die Mitgliedergewinnung. Wie gelingt sie? Müssen neue Wege beschritten werden? Wie können Mitglieder langfristig bei der Stange gehalten werden?

„Es ist heute ungemein schwer, Nachwuchs zu finden. Wir müssen die Bürger motivieren, auch mit unkonventionellen Mitteln. Kirche und Feuerwehr haben viele Gemeinsamkeiten, wie Freiwilligkeit, Menschen helfen, begleiten, sie auf den Weg bringen“, meint Harald Herr, stellvertretender Stadtbrandmeister. „Sowohl in der Kirche als auch bei der Feuerwehr kann man mitmachen, ohne besondere Fähigkeiten zu haben“, ergänzt Alice Bührmann, Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt. Beide seien Säulen in den Stadtteilen und „Organisationen“ mit vielen Mitgliedern.

Als Referent konnte der stellvertretende Berliner Landesbranddirektor Karsten Göwecke gewonnen werden, der in seinem Kurzvortrag der Frage nachgeht, wie und wo überall die Freiwillige Feuerwehr erfolgreich neue Mitglieder gewinnen und nachhaltig binden kann.

„Denkanstöße vom Vortrag werden dann hinterher draußen vor der Kirche weiterdiskutiert. Auch Politiker sind dabei, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, erzählt Henning Böger. „Der Ort hat sich für die Veranstaltung gut bewährt“, meint Pastoralreferent Siegfried J. Mehwald.
Für die Kinder sei es jedes Mal ein besonderes Erlebnis, die Feuerwehren auf dem Magnikirchplatz zu bestaunen.

Der Florianstag beginnt mit einer kurzen Andacht. Es gibt Denkanstöße und Fürbitten. Bei der Kirchplatzbegegnung können sich die Besucher mit kleinen gebackenen Häppchen und alkoholfreien Getränken stärken.
Der Florianstag findet unter der Schirmherrschaft von Pröpstin Uta Hirschler, Propst Reinhard Heine und Stadtbrandmeister Wolfgang Schulz statt.

Fakten

Die Freiwillige Feuerwehr Braunschweig besteht aus 30 Ortsfeuerwehren mit mehr als 1100 aktiven Mitgliedern. In der Jugendfeuerwehr werden rund 450 Jugendliche an den aktiven Dienst herangeführt. In Braunschweig gibt es in 16 Ortswehren Kinderfeuerwehren mit 230 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren.
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