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Es kracht zu oft auf unseren Straßen

Der Löwe sucht noch einen Namen, jeder kann dabei mitmachen.

Polizei wirbt um fairen Umgang miteinander.

Von Andreas Konrad, 31.03.2017.

Braunschweig. Es wird immer ruppiger auf Braunschweigs Straßen. Autofahrer gegen Radler, Radfahrer gegen Fußgänger, jeder gegen jeden, Hauptsache ich. Die Polizei möchte daran erinnern, dass es auch anders geht und startet die Aktion „Freundlich & fair im Braunschweiger Straßenverkehr“.

Initiator Jens Weidemann ist seit über 30 Jahren als Polizist in Braunschweig unterwegs, die letzten davon als Verkehrs-Experte. „Wir haben festgestellt, dass es immer häufiger zu Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern kommt“, so Weidemann. Nicht selten würden dabei auch die Fäuste fliegen. „Unsere Kampagne soll an das ‚Wir-Gefühl‘ appellieren, es geht jedem besser, wenn man freundlich zueinander ist, schließlich macht jeder Fehler im Verkehr“, so Weidemann weiter. Zum Start der Aktion gibt es eine Broschüre mit Tipps.

Braunschweig wächst, der Verkehr auch und es findet derzeit ein großer Wandel in der Verkehrsplanung zugunsten des Radverkehrs statt. All das schafft Probleme für die Verkehrsteilnehmer, aus denen Konflikte erwachsen.

Jens Weidemann nennt drei Hauptgründe für Streitigkeiten. Unkenntnis über Regeln und Vorschriften im Verkehr, Unkenntnis über örtliche Gegebenheiten und Egoismus. „Ich fahre, also müssen die anderen warten“, ist oft der Grundgedanke, wie Weidemann aus seiner Arbeit weiß. Ein Beispiel: 17. Januar, Stau am Rebenring, ein Pkw-Fahrer fährt aufgrund dessen bei Grünlicht nicht in die Kreuzung ein (was vollkommen korrekt ist) – der nachfolgende Fahrzeugführer bedroht den Mann nach mehrfachen Hupens mit Schlägen.

Die Kampagne „Freundlich & fair im Braunschweiger Straßenverkehr“ gibt Tipps für Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel – oft selbstverständliche Dinge, die sich aber vielleicht jeder zu selten vor Augen führt oder unter Druck vergisst.

Im Rahmen der Fahrradmesse am Wochenende in der Brunsviga stellt die Polizei den Flyer Interessierten vor, im Anschluss daran wird er punktuell die Arbeit der Verkehrssicherheitsberater begleiten, inhaltlich aber auch im Internet und über soziale Medien fortgesetzt werden – stets mit dem Löwen als Maskottchen, der bislang namenlos ist. Wer eine Idee hat, kann den Vorschlag per Mail an j.weidemann@polizei.niedersachsen.de senden.

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei stehen übrigens auch mit Rat und Tat in Verkehrsfragen zur Seite, Gruppen ab 15 Personen können sogar kostenfreie Lehrgänge „buchen“. Rufnummern und Ansprechpartner stehen in der Broschüre oder im Internet: www.pd-bs.polizei-nds.de
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