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Erster Horror-Clown-Angriff in Wolfsburg

Blaulicht

Polizei: Bloßes Erschrecken kann strafbar sein.

Wolfsburg, 27.10.2016.

Das Auftreten von so genannten Horror-Clowns in der Öffentlichkeit wird zurzeit vermeintlich kontrovers mit einem medialen Meinungsaustausch diskutiert. Dabei sind den Trägern dieser als verkleidete Scherzbolde genutzten Fratzen, die gerade zu Halloween ein vielfach genutztes harmloses Kostüm darstellen, eindeutige rechtliche Grenzen gesetzt: Bloßes Erschrecken kann auch strafbar sein!

Die Polizei Wolfsburg ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung gegen einen noch unbekannten Täter mit einer derartigen Horror-Fratze, der am Dienstagabend am Hansaplatz im Stadtteil Tiergartenbreite einen fünfzehn Jahre alten Jugendlichen erschreckte, so dass dieser von seinem Fahrrad stürzte und sich eine Knieverletzung zuzog. Auch aufgrund der Veröffentlichung eines Gewaltvideos durch zwei Wolfsburger Musiker in den sozialen Medien hat die Polizei inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Gewaltverherrlichung eingeleitet.

Den Ermittlungen nach sprang der Maskierte am Hansaplatz zwischen
19 und 19.15 Uhr hinter einem Stromkasten hervor, als der Fünfzehnjährige mit seinem Fahrrad auf dem Weg zu seinem Freund war.
Dieser Clown habe sich dem Opfer in den Weg gestellt und ihn angeschrien, so ein Beamter. Der Jugendliche versuchte noch mit seinem Bike auszuweichen, stürzte jedoch. Der verkleidete Clown war ca. 1,80 m groß und trug ein weiß-rotes Kostüm. Danach sei der Unbekannte fluchtartig weggelaufen.
Zeugen des Vorfalls wenden sich bitte an die Polizei Wolfsburg unter Telefon
0 53 61/46 46 0.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass jeder Zwischenfall strafrechtlich verfolgt werde. Mögliche Straftaten sind Vandalismus, Nötigung, Körperverletzung oder auch verkehrsrechtliche Straftaten.
Die Täter müssen nicht nur mit empfindlichen Strafen rechnen, sondern auch mit möglichen Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen der Opfer. Clown-Sein hat Grenzen: Wer Menschen verfolgt, nötigt oder angreift, macht sich strafbar.

Die Polizei appelliert im Ernstfall daran, bei einer Begegnung mit einem Horror-Clown besonnen zu handeln. Denn in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um schlechte Scherze:

- Versuchen Sie dem Clown aus dem Weg zu gehen. Provozieren Sie
den Clown nicht.
- Wenn Sie verfolgt werden, rufen Sie sofort die Polizei.
- Wenn Sie bedroht oder körperlich angegangen werden, fordern Sie
Umstehende direkt zur Hilfe auf.
- Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei.

Für Augenzeugen ist es wichtig, sich Tätermerkmale, die Fluchtrichtung sowie weitere Details einzuprägen und sich später der Polizei als Zeuge zur Verfügung. Generell gelte, nicht Selbstjustiz zu üben oder zu versuchen, den Clown zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei.
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