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Ergebnisse, die nachwirken

Heinrich-Büssing-Preis an Nachwuchswissenschaftler der TU Braunschweig verliehen.

Von Martina Jurk, 27.10.2010.

Braunschweig. Für ihre hervorragenden Doktorarbeiten wurde vier Wissenschaftlern gestern der Heinrich-Büssing-Preis – höchstdotierter Wissenschaftspreis in der Hochschullandschaft der Region – verliehen.

„Heute ist einer dieser Tage, an dem klar wird, wie wenig wir von allem wissen.“ Dr. Gunter Dunkel, Präsident des Braunschweigischen Hochschulbundes (BHB), verneigte sich mit diesem Satz vor den Ergebnissen der Doktorarbeiten der Prämierten. Es seien aber nun mal die Forschungen in der Tiefe, im Detail, ohne die es keine Weiterentwicklung von weitreichender Bedeutung gäbe. Der Hochschulbund ist in der glücklichen Lage, eine eigene Stiftung zu haben und fördert die Wissenschaften an der Carolo-Wilhelmina. „Wir haben ein breit gefächertes, in Deutschland einmaliges Förderprogramm für die besten Schüler, Studenten und Doktoranden“, betonte Dunkel. Nicht ohne Grund gehörten zu den rund 200 geladenen Gästen in der Aula des Hauses der Wissenschaft vor allem Förderer der TU Braunschweig.
Die mit dem Büssing-Preis ausgezeichneten Wissenschaftler erhalten je 5000 Euro Preisgeld, gestiftet von der Volkswagen AG, sowie einen Braunschweig-Stich von der Galerie Jaeschke. Professor Dr. Wolfgang Steiger, Leiter Zukunftstechnologien der Volkswagen AG, sprach in seinem Festvortrag über Nachhaltigkeit. „Eine Erfindung muss umsetzbar sein in Innovation“, sagte er. Und das trifft auch auf die Ergebnisse der ausgezeichneten Dissertationen zu. Dr. Michael Flagmeyer analysierte und dokumentierte die Architekturen der Deutschen Arbeitsfront. Professor Karin Wilhelm vom Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Braunschweig spricht von einem „wesentlichen Beitrag zur NS-Forschung in der Architekturgeschichte“. Dr. Erik Heim entwickelte, erprobte und entwarf bis zur Praxisreife ein neues Messverfahren für den Nachweis kleinster Mengen von Biomolekülen. Das Laborgerät ermöglicht die kostengünstige Qualitätssicherung und Anwendung von magnetischen Nanopartikeln in der Forschung und Industrie. Dr. Oliver Nowak entwickelte ein neues numerisches Lösungsverfahren. Die Methoden können in vielen Anwendungsbereichen wie in der Chemie, in den Ingenieurwissenschaften und in der Computergrafik eingesetzt werden und ermöglichen dort neue Lösungsverfahren. Dr. Sven Simon widmet sich in seiner Arbeit der Erforschung des Wechselwirkungsprozesses des Saturnmondes Titan mit dem von der Saturn-Magnetosphäre gebildeten umgebenden Plasma mit Methoden der Computersimulation. Aufgrund seiner Leistungen wurde er schon sehr jung Mitglied der internationalen Cassini-Mission. Die 1994 gestartete Cassini-Huygens-Mission der Nasa und Esa hatte Mitte 2004 den Saturn erreicht.
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