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Erfolgsgeschichte ohne Vergleich

Theaterleiter Florian Battermann vor der Komödie am Altstadtmarkt. Foto: André Pause

Vor zehn Jahren startete Theaterleiter Florian Battermann mit der Komödie am Altstadtmarkt.

Von André Pause, 29.09.2013.
Braunschweig. „Alles wandelt sich. Früher bedeutete Komödie fünf Türen, zwei Pärchen und die Männer gehen fremd“, meint Florian Battermann schmunzelnd, „so was gucken sich moderne Frauen heutzutage natürlich zu Recht nicht mehr an.“

Der Gründer und Leiter der Komödie am Altstadtmarkt kennt den Geschmack seines Publikums. Kein Wunder: Mehr als die Chefs anderer Häuser ist er auf seine zuverlässige Spürnase angewiesen, betreibt Battermann doch ein Theater, das ohne jegliche Subventionen auskommt.
Und das mit beeindruckendem Erfolg. 65 000 Besucher haben die Stücke im mit 307 Plätzen größten privaten Boulevard- und Unterhaltungstheater Niedersachsens allein in der vergangenen Spielzeit gesehen. So etwas gelingt nur, wenn die Leistung top ist, und das Spektrum des Programms über die üblichen Boulevardstücke hinausgeht. „Ich möchte das Publikum immer bestmöglich unterhalten. Das funktioniert mit einer pointenreichen Komödie letztendlich ebenso wie mit einem spannenden Kriminalstück“, erläutert der Theaterchef.
Seit der Eröffnung des Theaters im ehemaligen Lupe-Kino mit der französischen Komödie „Dinner für Spinner“ von Francis Veber wird Florian Battermann tatkräftig von Bettina Battermann sowie einem motivierten Team unterstützt. Ohne dieses eingespielte Team ginge es wohl auch nicht. Auf dem Spielplan des Theaters stehen pro Spielzeit seit jeher etwa sieben abendfüllende Eigenproduktionen sowie alljährlich ein Kindertheaterstück zur Weihnachtszeit. Abgerundet wird der abwechslungsreiche Reigen durch zahlreiche Gastspiele, wie Travestie-Shows und Comedy-Programme.
Immer wieder gelingt es dem Theaterchef auch, namhafte Darsteller nach Braunschweig zu locken: Ob Christiane Rücker, Andrea Spatzek, Hans Jürgen Bäumler, Hans von Borsody, Gernot Endemann, Karl-Heinz von Hassel, Horst Janson, Ulli Kinalzik, Jörg Pleva, Wolfgang Spier oder Claus Wilcke – sie alle standen für verschiedenste Produktionen auf der Bühne an der Gördelinger Straße.
Zusätzlich zum En-suite-Spielbetrieb im Theater führt die Komödie am Altstadtmarkt pro Saison etwa 100 bis 150 deutschlandweite Gastspiele ihrer Eigenproduktionen durch, und gastiert damit erfolgreich von Westerland auf Sylt bis Singen am Bodensee. Hinzu kommen Koproduktionen mit anderen namhaften deutschen Tourneetheatern. Nur durch diese vielfältige und geschickte Auswertung der Eigenproduktionen kann die Existenz des Hauses, das sich ansonsten nur über Eintrittsgelder finanziert, langfristig gesichert werden. In den vergangenen fünf Jahren hat Florian Battermann das Neue Theater in Hannover, der Ort an dem er einst als Regieassistent und Schauspieler begann, als künstlerischer Leiter von 40 auf 70 Prozent Auslastung geführt. Darüber hinaus steht der Selfmademann mit Workaholic-Pensum nicht nur regelmäßig selbst auf der Bühne, er führt auch weiterhin Regie und greift als Autor selbst zur Feder.
Der neueste Coup des gerade einmal 40-jährigen Theatermachers, der sich mittlerweile in ganz Deutschland einen Namen gemacht hat, ist der Kauf der hannoverschen Konzertdirektion mit etwa 3000 festen Abonnenten. Schon jetzt ist absehbar: Der zehnjährige Geburtstag der Komödie am Altstadtmarkt ist ein Meilenstein, der ein oder andere wird noch folgen.
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