Engagement, das sich auszahlt

Gruppenbild mit Preisträgern vor dem IHK-Gebäude. Foto: T.A.

Vier beispielhafte Projekte wurden am Freitag mit dem IHK-Sozialtransferpreis ausgezeichnet.

Von Christoph Matthies, 18.05.2014.

Braunschweig. Bereits zum fünften Mal wurde am Freitag der Sozialtransferpreis der IHK Braunschweig vergeben. Soziale Einrichtungen aus Salzgitter und der Löwenstadt durften sich über ein Preisgeld von insgesamt 22 000 Euro freuen.

„Tue Gutes und rede darüber“: In seiner Laudatio spornte Harald Tenzer die Firmen der Region an, sich sozial zu engagieren und für den IHK-Sozialtransferpreis zu bewerben. Das Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer betonte den Wert eines solchen Engagements und stellte der Wirtschaft ein gutes Zeugnis aus: „Viele Unternehmen zeigen, dass die Tugenden des ehrbaren Kaufmannes wieder in Mode gekommen sind, und richten ihr Handeln danach aus.“

Der Sozialtransferpreis wird seit 2010 jährlich von der Braunschweiger IHK vergeben und hat bundesweit Nachahmer gefunden. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die in vorbildlicher Weise mit sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten. Eine neunköpfige Jury unter Vorsitz Tenzers vergab den Hauptpreis am Freitag im Kongresssaal der IHK an Martina Möhlenhoff, Geschäftsführerin der Möhlenhoff GmbH aus Salzgitter. Finanziell und personell unterstützt das Unternehmen seit über sieben Jahren den Trägerverein der Heinrich-Albertz-Schule, die sich getreu dem Motto „Kein Kind darf verloren gehen“ der Inklusion, aber auch der Förderung von hochbegabten und lernschwachen Schülern verpflichtet fühlt. Den mit 10 000 Euro dotierten Preis nahm Schulleiter Gerd Meiborg für die Lehranstalt entgegen.

Als Zweitplatzierte durften sich das Kranich-Gymnasium Salzgitter und der Verein „be your own hero“ über ein Preisgeld von 7000 Euro freuen. Finanziell unterstützt von der Braunschweigischen Landessparkasse, haben sich die Preisträger in dem Schülerprojekt „Wir reden“ auf die Fahnen geschrieben, für die Themen Sex und Aids zu sensibilisieren. „Es ist toll zu sehen, wie viel in unseren jungen Leuten steckt“, lobte Joachim Franz, Vorstandsmitglied von „be your own hero“, die beteiligten Schüler, die sogar in den Ferien an dem Projekt arbeiten, das längst in eine Arbeitsgemeinschaft überführt wurde.

Die Summe von 3000 Euro ging an den Integrationsfachdienst auris. Ausgezeichnet wurde damit das Engagement des metallverarbeitenden Betriebes R. Sindermann Präzision GmbH, der seit Jahren fünf Arbeitsplätze für Hörgeschädigte Menschen bereitstellt. „Es ist normal, verschieden zu sein“, so das inklusive Motto des Unternehmens.

Den Sonderpreis (2000 Euro) erhielt die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten, die im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Waldhaus Oelper eine Weihnachtsfeier mit Geschenken und Drei-Gänge-Menü für 114 bedürftige Menschen ausrichtete.
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