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Emotionen pur: 6000 Menschen feiern Open-Air-Gottesdienst auf dem Schlossplatz

Gottesdienst zum Abschluss des Gospelkirchentages: Aus voller Seele sangen rund 6000 Menschen heute morgen vor dem Schloss. (Foto: Obi-Preuß)
 
Auch Dompredigerin Cornelia Götz sang im großen Gospelchor heute mit. (Foto: Obi-Preuß)
Braunschweig: Schlossplatz |

Der Gospelkirchentag ging heute mit einem Abschlussgottesdienst zu Ende

Braunschweig, 11. September 2016, Von Ingeborg Obi-Preuß. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel - der Volksmund hat mal wieder recht: Tausende Besucher aus ganz vielen Städten und Ländern zogen drei Tage lang singend durch Braunschweig (siehe auch den weiteren Artikel hier auf unser 38). Heute gab es zum Abschluss einen großartigen Abschlussgottesdienst. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein.
Über 40 000 Menschen haben den Gospelkirchentag in Braunschweig besucht, ein großartiger Erfolg.

Mit dem Festivalgottesdienst auf dem Schlossplatz klang am Sonntagvormittag der 8. Internationale Gospelkirchentag aus. Drei Tage stand die Löwenstadt im Zeichen der Gospelmusik, es gab Konzerte in der ganzen Stadt, Workshops und andere Veranstaltungen.
6000 Menschen feierten zusammen mit dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Christoph Meyns, und Pröpstin Uta Hirschler einen Gottesdienst, bei dem die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn im Mittelpunkt stand. In seiner Predigt nahm Meyns auf das Motto des Gospelkirchentages „Welcome home“ (Willkommen zuhause) Bezug: „Bei Gott haben
wir eine Heimat, zu der wir immer zurückkommen dürfen, und wenn wir die Hände falten und beten, dann sind wir schon zuhause“, sagte der leitende Geistliche. Das habe für Christen Konsequenzen, die sich im Engagement für Flüchtlinge und andere benachteiligte Menschen ausdrückten. Ausdrücklich begrüßte der Bischof die Aktionen „Gospel für eine gerechtere Welt“, die seit 2010 fester
Bestandteil des Gospelkirchentages ist.
In Kooperation mit „Brot für die Welt“ wird Kindern in Bangladesh, die wegen ihrer Armut arbeiten gehen müssen, in so genannten „Happy Homes“ Schulbildung
vermittelt. Dafür wurden während des gesamten Gospelkirchentages Kollekten in Höhe von 40 000 Euro gesammelt, mit denen die Gehälter von Lehrern in acht Bildungszentren in Bangladesh finanziert werden sollen.
Pröpstin Uta Hirschler dankte vor allem den zahlreichen Ehrenamtlichen aus Braunschweig und dem Umland, die zum Gelingen des Großereignisses beigetragen hätten.
Insgesamt 4500 Sängerinnen und Sänger aus 14 Nationen hatten den Gospelkirchentag besucht und nahmen an Workshops und Chorproben im so genannten „Mass Choir“ (Massen-Chor) teil.
Der nächste Gospelkirchentag wird vom 21. bis 23. September 2018 in Karlsruhe stattfinden. Dazu lud der dortige Oberkirchenrat Matthias Kreplin von der Evangelischen Landeskirche in Baden ein.

Statements Bilanz Gospelkirchentag Braunschweig
Christopher Kumitz-Brennecke, Ev.-lutherische Landeskirche in Braunschweig, Mitglied der Steuerungsgruppedes Gospelkirchentages:
„Die Auswahl der Standorte für die vielen kostenlosen Konzerte war gelungen, was die große Anzahl der Besucher zeigt. Wir freuen uns, dass sich so viele Gemeinden an der Gospelnacht beteiligt haben – die ganze Stadt war einbezogen. Auch die Angebote auf dem `Markt der Gerechtigkeit` wurden sehr gut angenommen.“
Claus-Eduard Hecker, Landeskirchenmusikdirektor, Ev.-lutherische Landeskirche in Braunschweig:
„Der Gospelkirchentag war von einer hohen Professionalität sowohl in den Workshops als auch in den Konzerten geprägt. Die Gospelmusik hat sich in ihrer ganzen Vielfältigkeit gezeigt. Ich erhoffe mir, dass Menschen von dieser Welle mitgenommen werden, dass sie vom Schwung des Gospelkirchentages
etwas mitnehmen und dass sich diese Art von Musik in den Gemeinden immer weiter verbreitet“….
Uta Hirschler, Pröpstin, Braunschweig:
„Schon im Vorfeld des Gospelkirchentages sind Gemeindeaktivitäten entstanden. Es haben sich Chöre gebildet, die bei diesem Event mitsingen wollten. Nun hoffen wir, dass die bereits zugesagte Stelle für Popularmusik in der Propstei bald möglich eingerichtet wird.“
Martin Bartelworth, Geschäftsführer Stiftung Creative Kirche, Witten
„Es ist gelungen, den Gospelkirchentag mit der kirchlichen Realität vor Ort zu verbinden. Braunschweig
wird uns sehr gut in Erinnerung bleiben. Wir haben hier ein Stück kirchliche Heimat gefunden.“
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