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Eintracht-Fan seit 1954: Ein Leben in Blau und Gelb

Götz Tappe ist das Gründungsmitglied der Aktion „Cool 100“

Von Jens Radulovic

Braunschweig. Eintracht, Eintracht, Eintracht – das Lebensmotto von Götz Tappe leuchtet blau-gelb. Der 65-Jährige ist das ideale Gründungsmitglied für „Cool 100“, denn Götz Tappe sorgt dafür, dass im Kleingartenverein Mutterkamp die Eintrachtseele eine Heimat hat.

„Geh’ ins Stadion, das Rumgejammer halte ich nicht aus“, sagt Susanne Tappe zu ihrem Mann, wenn es ihr mal wieder zu bunt wird. Denn ein Leben ohne „seine“ Eintracht, das kommt für Götz Tappe nicht in Frage.
Angefangen hat alles vor langer Zeit – genauer 1954. Nicht das „Wunder von Bern“ riss Tappe mit, nein, ein Eintracht-Spiel machte ihn zum Fußballfan: Die Löwen spielten in der Oberliga Nord, da nahm ein Cousin den jungen Götz mit ins Stadion. „Der Gegner war Hannover 96“, erzählt der Rentner. Und strahlt: „Wir haben gewonnen.“
Das „Wir“ zählt bis heute. Regelmäßig ist Tappe im Stadion, manchmal fährt er auch mit zu Auswärtsspielen. Wie damals nach Bern. Zwar gab es kein „Wunder“, aber ein tolles Spiel: Braunschweig stand im Europapokal der Landesmeister im Viertelfinale gegen Juventus Turin. „Im März 1968 ging es im Eintracht-Sonderzug nach Bern“, erinnert sich Tappe noch lebhaft an die Zeit. Das Spiel ging 0:1 verloren, Eintracht schied aus dem Europapokal aus. Seitdem ist Tappe als Fan der Blau-Gelben durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Aber vor allem die schönen Momente hat er im Zusammenhang mit „seiner“ Eintracht parat. Allen voran die Deutsche Meisterschaft 1967: „Am vorletzten Spieltag bin ich mit nach Essen gefahren. Da haben wir gegen Rot-Weiss 0:0 gespielt. Danach hätte uns nur noch 1860 München einholen können. Aber wir haben gegen Nürnberg 4:1 gewonnen“, erzählt er von der Zeit, als wäre es gestern gewesen. Jede Minute ist ins Fanherz gebrannt.
„Ich fiebere bei jedem Spiel mit“, erzählt er, „bei den Heimspielen im Stadion. Die Auswärtsspiele verfolge ich gerne im Garten am Live-Ticker“, erzählt Tappe, sein Gesicht strahlt wieder.
„Zwischen den Spielen“ wird der Kleingartenverein zu seiner zweiten Heimat: Tappe ist Kassierer des Kleingartenbezirks Fallersleber Tor und hat eine eigene Parzelle im Verein Mutterkamp. Aber die Zeit „zwischen den Spielen“ ist kurz, denn für Tappe gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
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