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Eine Vision vom Paradies

Genossenschaft „Wir eG“ will professioneller Dienstleister werden und Arbeitsplätze schaffen.

Von Martina Jurk, 05.09.10

Braunschweig. Jutta Jetzke hat eine Vision. Sie will ein Dienstleistungsparadies erschaffen. Ihr Ziel: Alle haushaltsnahen Arbeiten durch die Wir eG professionell zu erledigen mit zuverlässigen und vertrauenswürdigen Mitarbeitern. Das Problem: Es fehlen noch mehr Leute.

„Die Nachfrage nach haushaltsnaher Dienstleistung wächst aufgrund der demografischen Entwicklung“, sagt Jutta Jetzke einen enormen Wachstumsmarkt in diesem Bereich voraus. Auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit, nach etwas „Sinnvollem“ stieß die 52-Jährige auf die „Wir eG“, als es sie aus dem Thüringischen nach Braunschweig verschlug. Eine Genossenschaft, das passte ihr gut, „weil sie etwas für das Gemeinwohl tut“.
Die Wir eG ist eine regionale hauswirtschaftliche Dienstleistungsgenossenschaft, die 2006 von Arbeitslosen gegründet wurde, die sich selbst Beschäftigung verschaffen wollten. Die ersten Aufträge von Privathaushalten – Putzen, Gartenarbeit, kleinere Renovierungs- und Reparaturarbeiten – folgten. Seit fast einem Jahr gehört Jutta Jetzke neben Holger Sankowski (Geschäftsführer der Diakonie gGmbH) zum ehrenamtlichen Vorstand der Genossenschaft. Was sie tut, beschreibt sie als „Regiearbeit“: für die Kunden die passenden Mitarbeiter finden und umgekehrt – maßgeschneiderte Angebote haushaltsnaher Dienste schaffen.
„Alles, was die Menschen früher im Haushalt selbst gemacht oder in der Familie geregelt haben, übernehmen wir“, sagt Jutta Jetzke und zählt auf: von der Haushalts- und Büroreinigung über Einkaufen, Seniorenservice, einfache Handwerkerarbeiten bis hin zu Haushüterdiensten und Grundstücksbetreuung. Sie arbeitet daran, in zehn Jahren der Dienstleister für alle haushaltsnahen Arbeiten in Braunschweig zu sein. Ihr Anspruch ist hoch, denn der Dienst soll „bekannt und beliebt in der Stadt, von allen genutzt, zuverlässig und vertrauenswürdig“ sein. Und sie will mindestens zehn sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in den nächsten zwei Jahren schaffen. Denn der Erfolg ihrer Mission hängt für Jutta Jetzke maßgeblich von weiteren guten Mitarbeitern ab. Sie müssten nicht unbedingt eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur haben, aber zuverlässig, vertrauenswürdig und fleißig sein. „Vor allen Dingen sollten sie Spaß an der Arbeit haben“, wünscht sich die Vorstandsfrau. Wer also selbstständig verschiedene Tätigkeiten ausführen, sich sprachlich gut artikulieren kann, einen Führerschein besitzt und möglichst mobil ist sowie ein Führungszeugnis mitbringt, sei bei der „Wir eG“ gern gesehen. „Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit mit guten Mitarbeitern interessiert“, so Jetzke. Noch müssten sie sehr flexibel sein, heute putzen, morgen vielleicht mit einer Seniorin ins Theater gehen. Erst wenn es mehr Kunden gibt, kann die „Regisseurin“ Mitarbeiter und Aufträge passgenauer koordinieren. Deshalb ist sie nicht nur auf der Suche nach Mitarbeitern, sondern auch nach mehr Kunden, also Familien, Senioren, Singles, und kleine Unternehmen. Privathaushalte, Senioren, kleine Büros, eine Wohnbaugesellschaft und „Menschen, die mit gutem Gewissen diese Dienstleistungen bezahlen können und wollen“, gehören bereits zum Kundenstamm der „Wir eG“.
„Jetzt haben wir über Mitarbeiter und Kunden gesprochen. Um unsere Idee verwirklichen zu können, brauchen wir vor allem auch Unterstützer, die Mitglied unserer Genossenschaft werden und sich damit für einen guten Zweck einsetzen“, meint Jutta Jetzke. Neben Einzelpersonen engagieren sich das Diakonische Werk und die Propstei bereits als Mitglieder. „Sie tragen dazu bei, dass die Menschen uns kennenlernen“, so Jetzke. Die „Wir eG“ ist zu finden unter Telefon 1 29 49 55 und im Internet unter www.wir-eg-bs.de.
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