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Ein Schwerstverletzter nach Gewittersturm

Gemeinde Lehre: abgeknickte Bäume auf Straßen, Dächern sowie Stromleitungen

Nach dem Sturm am Sonntagabend beginnt in der Gemeinde Lehre das große Aufräumen. Tief „Siegfried“ hatte in der Gemeinde für heftige Unwetter gesorgt. Nahezu alle Freiwilligen Feuerwehren der Kommune waren im Einsatz. Lediglich die Dörfer Beienrode und Flechtorf blieben verschont, ansonsten gab es in allen Orten Sturmschäden unterschiedlichen Ausmaßes. Der erste Alarm ging um 19.16 Uhr. „Abgeknickte Bäume und Äste, die auf Straßen, Dächern oder Stromleitungen lagen sowie verstopfte Gullys waren die häufigsten Einsatzgründe für die Feuerwehrleute“, erklärte Andreas Kleindienst, Gemeindebrandmeister in der Gemeinde Lehre. Schwerpunkt des Einsatzgeschehens waren die Ortschaften Wendhausen und Lehre.
Der Sturm forderte zudem einen Schwerstverletzten. In Höhe des so genannten „Weißen Steins“ – auf einem Waldweg zwischen Essenrode und Groß Brunsrode – wurde ein Radfahrer von herunterfallendem Geäst getroffen. Per Zufall hatte ein Landwirt den am Boden liegenden Mann gefunden. Die Ortsfeuerwehr Groß Brunsrode leistete qualifiziert bis zum Eintreffen des Notarztes Erste Hilfe. Zufälligerweise waren vier Rettungssanitäter und eine Krankenschwester unter den Feuerwehrleuten. Der Mann erlitt schwerste Schädelverletzungen und wurde in eine Wolfsburger Klinik gebracht.
Wie hoch die Zahl aller Hilfseinsätze in der Kommune war, könne noch niemand genau sagen, denn auch am Montag sind die Feuerwehren weiter unterwegs. „Noch immer sind Straßen gesperrt wie etwa zwischen Essehof und Lehre die K59. Bäume müssen zersägt und weggeräumt werden“, sagte Kleindienst.
Der Gemeindebrandmeister betonte, dass einige uneinsichtige Menschen auch am Sonntag die Feuerwehreinsätze behinderten. So wollte sich beispielsweise ein Fahrradfahrer in der Lehrschen Straße Zum Börneken trotz schwerer Sägearbeiten seinen Weg an den Einsatzkräften vorbei bahnen und lehnte die Ratschläge der Feuerwehrleute, sich unterzustellen, ab. „Wir beobachten leider seit geraumer Zeit, dass den Feuerwehrleuten im Kontext mit ihren Einsätzen weniger Respekt entgegen gebracht wird. Hier appellieren wir an alle Einwohnerinnen und Einwohner, den Hinweisen der Einsatzkräfte im Notfall auch Folge zu leisten“, ergänzte Andreas Kleindienst abschließend. Schließlich könne durch ein Fehlverhalten das eigene Leben oder das anderer Menschen in Gefahr gebracht werden.
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