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Die Tragödie um Tom-Finn

Der Ort des Schreckens: Kerzen, Blumen, Briefe – viele Menschen trauern um den 17-Jährigen. Foto: Thomas Ammerpohl

17-Jähriger starb nach Zusammenprall mit einem größeren Fahrzeug – Zeugen gesucht.

Von Ingeborg Obi-Preuß. 09.11.2014.

Braunschweig. Ein 17-Jähriger kam unter noch ungeklärten Umständen ums Leben. Viele Menschen trauern, die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die helfen können, Licht in diese tiefdunkle Nacht zu bringen.

Ein Autofahrer hatte am frühen Dienstagmorgen um vier Uhr den hilflosen Jungen im Bereich der Unterführung von der Broitzemer Straße in Richtung Büchnerstraße aufgefunden. Der Oberkörper war unbekleidet, am Nachmittag desselben Tages starb der Junge im Krankenhaus. Mehr als 20 Beamte sind seitdem dabei zu klären, was geschehen ist.
„Wir wissen, dass es zu dem tödlichen Geschehen zwischen 3.58 Uhr und 4.05 Uhr gekommen sein muss, und wir wissen, dass der Junge an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma gestorben ist“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Klages. Äußerlich fast unversehrt, hätten die Rechtsmediziner bei dem jungen Mann schwere innere Verletzungen, aber nur von Hüfte aufwärts festgestellt. „Das deutet auf einen Zusammenstoß hin, allerdings nicht frontal und auch nicht mit einem Personenwagen“, erklärt Klages. Ein Lastwagen, ein Anhänger oder ein Aufbau sei möglich. Vielleicht sei er nach dem Zusammenstoß weggeschleudert worden, so könnten zumindest die Verletzungen gedeutet werden.
„Der Fahrer eines Wagens mit größerem Aufbau muss nicht zwangsläufig etwas von dem Zusammenstoß bemerkt haben“, sagt Klages, es sei auch möglich, dass das Fahrzeug nicht oder nur unwesentlich beschädigt wurde.
Fest stehe auch, dass der Junge zu Fuß unterwegs war, dass er zwar Alkohol konsumiert hatte, aber nicht volltrunken war, und dass er aufrecht stand, als es zum Zusammenprall kam. „Sein Fahrrad war etwas abseits abgestellt, die Kette war abgesprungen“, erklärt Klages weiter.
Das Hemd des Jungen lag neben ihm, auch sein Handy hatte er dabei. „Ein Raub kann ausgeschlossen werden“, fügt Klages an. Die Ermittler sind jetzt dabei, die Handydaten auszuwerten.
Auch ein möglicher Zusammenhang mit einem Einbruchalarm in der gleichen Nacht in einem nahgelegenen Möbelgeschäft wird weiter untersucht.
Die Polizei sucht Zeugen, die am frühen Dienstagmorgen in der Gegend der Unterführung unterwegs waren. „Auch wenn ihnen nichts aufgefallen ist, können die Angaben für uns wertvoll sein“, betont Klages.
Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 4 76 25 16.
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