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Die neue IGS Sporthalle: Sicher und barrierefrei

Blick in die alte Sporthalle der Wilhelm-Bracke-Schule. Es ist noch einiges zu tun.
 
Die Innenwände der Halle werden neu verkleidet.

Die Sanierung der Sporthalle der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in der Weststadt ist in der heißen Phase – Eröffnung für September geplant.

Von Ann-Kathrin Ewald, 24.06.2016.

Braunschweig. Mit großen Schritten gehen die Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück der ehemaligen Sporthalle der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in der Weststadt voran.

„Und doch ist noch viel zu tun bis wir im September wieder für den Hallenbetrieb öffnen können“ , erklärt Ralf Schlüter, zuständiger Projektleiter bei der Begehung der Baustelle.
Schwer vorstellbar, dass bereits nach den Sommerferien hier wieder ein reger Sportbetrieb stattfinden soll: Das Dach ist noch unverkleidet, Kabel hängen aus Zwischendecken, der Boden ist nur teilgefliest.

Eine einzige Baustelle

Rund 40 Handwerker sind auf der Baustelle der Sporthalle Alsterplatz. Einige arbeiten auf dem Rollgerüst, treffen Vorkehrungen für den Bau einer neuen Decke und stemmen Durchbrüche in Betonwände. Elektriker prüfen alte Leitungswege auf ihre Funktion und ziehen neue Kabelstränge.
Sowohl in Innenraum als auch im Außenbereich wird kräftig gewerkelt. So werden beispielsweise die Oberlichter auf dem Hallendach verschwinden, das Dach komplett gedeckt. Zusätzlich werden Rauchklappen installiert. „Diese klappen bei Rauchentwicklung auf und entlüften die Halle“, weiß Schlüter. „Und das ist nur eine der Brandschutzbestimmungen, die es so 1972, als die Halle am Alsterplatz gebaut wurde, noch nicht gab.“

Unerfreuliche Überraschungen

Im September vergangenen Jahres begann die Sanierung der Dreifeldsporthalle und schnell wurde klar, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden konnte.

Unerwartet trat in der Decke eine künstliche Mineralfaserdämmung zutage, die unter besonderen Schutzvorkehrungen entfernt werden musste.
„Eine Überraschung war auch der asbesthaltige Kleber unter dem Fußbodenbelag, der aufwendig mit einer speziellen Fräßmaschine abgetragen wurde“, berichtet Projektleiter Schlüter von den Herausforderungen während der Sanierung der alten Sporthalle.

„Beim Umbau von Altgebäuden, insbesondere bei derart komplexen wie die Wilhelm-Bracke-Halle, ist man vor Überraschungen nie sicher“, so Schlüter.
Beim Entkernen des Gebäudes, berichtet Schlüter weiter, seien Bauteile, wie beispielsweise Leitungsanlagen gefunden worden, die in keinem Plan verzeichnet gewesen waren und die man neben der eigentlich Sanierung der Halle instand setzen musste.

Eine neue Versammlungsstätte

„Die Problemlösung erfordert viel Flexibilität“, sagt der Bauleiter. Das Kostenbudget des Umbaus, der von der Nibelungen-Wohnbau-GmbH übernommen wurde, liegt bei 2,2 Millionen Euro. Dieses kann, trotz der Probleme, die auftraten, eingehalten werden – nur der Zeitplan litt ein bisschen unter den „Überraschungen“. Erst als die Schadstoffe aus dem Altbau entfernt waren, konnte der Aus- und Umbau beginnen.

Vor der Sanierung war die Sportstätte für insgesamt 199 Personen ausgelegt. Auf einen Beschluss der Stadt sollten die Arbeiten an der Halle ebenfalls für eine Vergrößerung genutzt werden – eine Versammlungsstätte mit einer Kapazität von bis zu 500 Personen soll entstehen.

Dafür greifen allerdings andere Brandschutzbestimmungen – was die Sanierung aufwendiger macht. „Dadurch kann die Halle nach der Sanierung aber vor allem für Turniere genutzt werden“, unterstreicht Rouven Langanke, ebenfalls von der Nibelungen-Wohnbau-GmbH, die Wichtigkeit des Ausbaus.

Zusätzliche Fluchtwege, die in den bestehenden Wänden erst einmal geschaffen werden mussten, und einen aufwendigen Brandschutz mit Brandmeldeanlage und einer Zu- und Abluftanlage, um im Ernstfall Rauch absaugen zu können, mussten geschaffen werden.

Überall barrierefrei

Hinzu kommt der barrierefreie Ausbau von Umkleidekabinen und Duschen, die im Rahmen der Inklusion von behinderten Schulkindern und Sportlern auch für Rollstuhlfahrer gut zu benutzen sein müssen.

„Denn unter anderem trainieren hier Rollstuhlbasketballer“, weiß Schlüter. Jetzt, durch die Sanierung könne man neben dem barrierefreien Zugang zur Halle auch mit dem Rollstuhl befahrbare Duschen und Umkleideräume anbieten, „was das Sporttreiben für diese Gruppe vereinfachen wird.“ Zudem entsteht gleich neben den Umkleideräumen ein großzügiger Geräteraum extra für die Rollstühle.
Auch die Zuschauertribüne im ersten Obergeschoss wird nach der Sanierung barrierefrei sein. Der Zugang wird ebenerdig über das neue Baugebiet Alsterplatz gewährleistet.

„Hieran sieht man auch schön, wie sehr dieses Stadtviertel wächst“, betont Langanke und verweist auf den Neubau der Schule und eben der Sporthalle.
Anfang August wird die neue Decke eingezogen und die Elektromontage vervollständigt.

Eine Schadstoffmessung und eine umfangreiche Sachverständigenprüfung – für die zwei Wochen eingeplant sind – schließt die Sanierung ab.
Wenn nichts mehr schief geht, wird die Dreifeldsporthalle mit einer Fläche von 1450 Quadratmetern und weiteren 800 Quadratmetern für Umkleidekabinen und Zuschauerplätze am 5. September saniert – samt Empore und ausfahrbaren Tribünen für Zuschauer.

Dann können auch die ausgelagerten Geräte zurückkommen, damit der Schulsport endlich wieder angepfiffen werden kann.
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