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Die Hektik einfach „wegzaubern“

Nebenbei hat Sylvie Stahlhut einen Weihnachtsbaum aus Frischkäse geformt. Sie lässt sich immer wieder etwas einfallen, um in ihrer Abteilung Glanzlichter zu setzen. Foto: Marion Korth

Ein Lächeln wirkt ansteckend: Käsesommelière Sylvie Stahlhut engagiert sich im E-Center.

Von Marion Korth, 23.12.2016.

Braunschweig. Im übertragenen Sinn ist Sylvie Stahlhut Marathonläuferin, hat privat und beruflich in diesem Jahr schon etliche Meilensteine hinter sich gelassen.

Sie ist 30 geworden, hat geheiratet, hat sich zur Käsesommelière fortbilden (und erfolgreich prüfen lassen), leitet das Team der nicht eben kleinen Käseabteilung im E-Center im BraWo-Park, lernt die neuen Azubis an und „bewahrt immer ihr Lächeln und ihre gute Laune“, wie ihr Fabian Haut, er ist stellvertretender Marktleiter, mit Respekt attestiert.

Und tatsächlich: Sylvie Stahlhut lächelt zur Begrüßung. Trotz oder gerade wegen der Weihnachtszeit. Die Tage vor dem Fest seien anstrengend. Die Bedienungen in ihrer Abteilung und in allen anderen seien jetzt gefordert, um Zeitdruck und Hektik abzufedern, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, ganz nach dem Motto: Es ist doch nur Weihnachten … „Aber es ist schön, wenn man den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann“, sagt Sylvie Stahlhut.

Es freut sie, wenn die Kunden sich auf ihre Expertise und die ihrer Kolleginnen verlassen und ihr und ihren Kolleginnen freie Hand lassen. Während die Kunden im Markt weiter ihre Einkäufe erledigen, schöpfen Sylvie Stahlhut und ihr Team aus dem Vollen, um die bestellten Käseplatten zusammenzustellen.

Ihre gute Laune wirkt ansteckend, aber wirklich zaubern kann Sylvie Stahlhut nicht. Um die eigenen Weihnachtsvorbereitungen auf die Reihe zu bekommen, versucht sie, so viel wie möglich zwischendurch zu erledigen. „Ohne Plan wird es das reinste Chaos.“ Außerdem hilfreich: sich aufs Nötigste beschränken. In der eigenen Wohnung hat sie die weihnachtliche Dekoration etwas zurückgefahren. Die Adventszeit, auf die sie sich eigentlich freut, möchte sie zu Hause nicht nur mit Schmücken verbringen. „Ich lebe das in meiner Abteilung an der Theke aus“, sagt sie lachend. Der Beweis ihrer Kreativität steht dort im Kühlraum: Einen Weihnachtsbaum mit grün gefärbten Kokosraspeln und rotem Cranberry-Beerenschmuck hat sie aus Frischkäse modelliert. Optisches Highlight inmitten der Käsekreationen.

„Ich selbst versuche am 24. nicht noch einmal zum Einkaufen loszumüssen“, sagt sie und weiß doch, dass sie übers Smartphone die eine oder andere Kurznachricht mit „Bestellungen“ anderer Familienmitglieder erreichen könnte. Die wissen schließlich, dass sie im Supermarkt an der Quelle sitzt. In diesem Jahr ist terminlich alles klar: Am 24. Dezember wird Sylvie Stahlhut arbeiten, am ersten Weihnachtstag geht es zu den Schwiegereltern, am zweiten ist große Familienzusammenkunft mit bestimmt 20 Personen bei ihrer Oma. „Mein Onkel ist Jäger, er besorgt das Fleisch“, sagt Sylvie Stahlhut. Sie ist die Käsefachfrau in der Familie, womit auch ihr Aufgabenfeld klar abgesteckt ist.

Die Fortbildung in diesem Jahr zur Käsesommelière war anspruchsvoll („Wie ein zweiwöchiges Bootcamp.“): volles Programm in Theorie und Praxis von A wie Allgäuer bis Z wie Ziegenmilch, jeden Tag ein neues Land auf dem Lehrplan, abends stundenlanges Pauken, dann die Prüfung. Aus Österreich, wo das Seminar stattfand, hat Sylvie Stahlhut jede Menge Wissen und Inspirationen mitgebracht. Auch was gelungene Kombinationen angeht: Epoisses, ein würziger Rotkulturweichkäse, wird erst im Zusammenspiel mit selbstgekochtem Apfel-Birnenkompott und feiner Zimtnote geschmacklich perfekt abgerundet. Viel besser als aufs Brot schmeckt ihr Käse mit feinen Zugaben wie getrockneten Tomaten oder auch Papaya. Im nächsten Jahr steht übrigens eine Reise in ihr Lieblingskäseland, Frankreich, auf der Wunschliste.
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