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„Die beste Party der Stadt“

Statt Neujahrsempfang: Rund 500 Menschen trafen sich im Stadtpark zum BZV-Sommerfest. Bereits im zweiten Jahr ist die Party im Sommer eine gelungene Alternative. Fotos: Peter Sierigk

Harald Wahls sprach beim BZV-Sommerfest zur Bedeutung von Zeitungen für die Demokratie.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 20.07.2014.
Braunschweig. Passt wie bestellt: Location, Catering, Programm, Wetter – das BZV-Sommerfest war auch in seiner zweiten Auflage ein wahrer Sommerhit.

„Hier finden Sie heute die beste Party der Stadt“, sagte Harald Wahls. Der Geschäftsführer des BZV Medienhauses begrüßte rund 500 Gäste am Stadtparkrestaurant. Land, Stadt, Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur – alle waren da, ein lautes Hallo unter alten Bekannten, ein fröhliches Gemurmel unter alten Bäumen.
Dazu ein feines, liebevoll zusammengestelltes Kleinkunst-Programm aus den Händen der Agentur „pluszwo“ sowie Ausschnitte aus aktuellen Produktionen des Staatstheaters.
Vor dem Gang zum Büfett gab es von Harald Wahls eine erfrischend kurze Rede mit wichtigen Denkanstößen aus der Medienbranche: Leistungsschutzrecht und Mindestlohn gehörten zu seinen Themen. „Viele kleinere Verlage werden in Not geraten“, sagte er, das erste Blatt sei schon mit der Begründung „Mindestlohn“ eingestellt worden. „Wir sind natürlich ebenso dafür, dass Menschen ausreichend verdienen, jedoch ist die Struktur des Mindestlohns nicht auf die nächtliche Zeitungszustellung anzuwenden“, erklärte Wahls.
Der Wegfall von Tageszeitungen werde der Gesellschaft massiv schaden, denn die demokratische Bedeutung der Tageszeitung werde offensichtlich in Teilen der Politik völlig unterschätzt. „Man ist vielleicht auch schon der PR von Konkurrenzmedien aufgesessen“, fügte Wahls an, „denn oft lesen wir von dem Niedergang der deutschen Tageszeitungen.“
Die Zahlen allerdings würden eine andere Sprache sprechen. Täglich würden mehr als 56 Millionen Menschen eine Zeitung lesen, egal ob gedruckt, im Internet oder als E-Paper. „Allein in den letzten zwei Jahren sind mehr als fünf Millionen junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren wieder zur Zeitung zurück gekehrt“, sagte Wahls. Ein Grund zur Freude und auf jeden Fall ein Grund zum Feiern.
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