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Der Zauber von Weihnachten wirkt

Und er wirkt. Für uns Erwachsene ist es zwar etwas schwieriger, dem Zauber von Weihnachten auf die Spur zu kommen, aber zum Glück erwischt er uns meist doch. Unvermittelt mitunter. So wie gestern im Dom. Eigentlich wollte ich nur kurz vorbei, um einen Eindruck vom Quempassingen zu bekommen. Dann aber war ich so berührt, dass ich eine Zeitlang still sitzen blieb und einfach nur die Kinder bestaunte – die direkte Verbindung zum Weihnachtszauber.
Ich erinnere mich gut, wie ich am 5. Dezember spätabends nach Hause kam und in der Etage unter mir ein Stiefelpaar vor der Tür stand. Ich schätze Größe 32, ich wusste, sie gehören dem kleinen Jungen, der dort mit seiner Familie wohnt. Und ich musste einfach lächeln, denn ich stellte mir bildhaft vor, mit welcher Ernsthaftigkeit und Vorfreude dieses Kind auf den Nikolaus wartet.
Neulich unterhielt ich mich mit einem Elfjährigen. Da wird es schon schwieriger. „Die Erde ist durch den Urknall entstanden“, erklärte er mir, das Thema hatten sie im Religionsunterricht (!). Ich wand ein, dass das so ganz genau ja keiner wissen könne, und für mich auch schwer vorstellbar sei. „Na ja, aber wohl eher, als die unlogische Geschichte von einem Gott, der jeden Tag ein Stück Erde geschaffen hat, oder?“, fragte er zurück. Was sollte ich sagen? Beweise habe ich ja auch nicht. Aber was das Kind genau glaubt, ist auch nicht so wichtig, denn er fühlt. Vor Weihnachten ist er immer super aufgeregt, vergangenes Jahr habe ich ihn gefragt, warum? „Ich weiß es nicht“, sagte er, „aber es fühlt sich an, als ob die Sonne im Bauch scheint.“ Na also, die Magie wirkt.
In diesem Sinn wünsche ich uns allen frohe Weihnachten. Ihre Ingeborg Obi-Preuß
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