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„Der beste Lohn für die Arbeit“

Stolz präsentieren die zehn Jungs ihre selbstgebauten Autos. Nicht weniger stolz sind die Organisatoren der Aktion Hasko Weise (hinten, 4.v.r) und Ulrich Rode (hinten, 2.v.r.). Foto: T.A.

Ehrenamtlicher Seniorenverein bringt Kindern in Ferienworkshops Handwerkliches näher.

Von Ann-Kathrin Ewald, 29.06.2016.

Braunschweig. Stolz stehen die zehn Jungs auf dem Hof des ehrenamtlichen Vereins AntiRost im Westlichen Ringgebiet und beobachten, wie ihre selbstgebauten Autos davonrollen.

Die Kinder nehmen an dem Ferienworkshop „Das verrückte Mausefallen-Auto“, der in Zusammenarbeit mit AntiRost und der Stiftung Niedersachsenmetall realisiert werden konnte, teil.

Hier wird es ihnen ermöglicht, den Umgang mit technischen Geräten zu erlernen und ein kleines Auto zusammenzubauen. Angetrieben durch die Zugkraft einer gewöhnlichen Mausefalle sind so individuelle Flitzer entstanden.
„Es ist so wunderbar, den Kindern beim Ausprobieren und Basteln zuzuschauen“, schwärmt Hasko Weise, der das Projekt maßgeblich vorbereitet hat. „Wir geben den Kindern ein Grundgerüst, der Rest entsteht aus ihrer Kreativität.“
Für die technischen Grundlagen und die dazu benötigten Geräte sind die ehrenamtlichen Mitglieder des AntiRost Vereins zuständig, die auch in vielen anderen Projekten Kindern das technische Handwerk näherbringen.
„Der Grundgedanke von AntiRost ist, das Miteinander von Jung und Alt zu fördern“ , erklärt Günther Hinterberg.

„Wir haben im Verein pensionierte Handwerker, Ingenieure und Techniker, die ihr Fachwissen und ihre technischen Kenntnisse der übernächsten Generation näher bringen wollen.“ Und so stehen zahlreiche „AntiRostler“ den Jungs des Ferienprogramms bei ihren Arbeiten an den Autos mit Rat und Tat zur Seite.

Mit Hammer und Feile

„Die Ideen kommen von den Kindern, wir zeigen ihnen nur, wie man fachgerecht mit Bohrmaschine, Hammer und Feile umgeht“, berichtet Weise weiter. „Sie probieren aus und lernen dabei – wunderbar.“
Diesen Grundgedanken hat auch Lennart – von allen im Projekt „der Künstler“ genannt – verinnerlicht. Er erweitert und verfeinert das Grundgerüst des Autos immer wieder neu. „Es macht mir richtig Spaß. Ich tüftele herum und gucke, ob es am Ende passt. Ich war schon beim Lötprojekt dabei und löte seitdem auch zu Hause.“

Genau darum geht es den Verantwortlichen des Projekts: Kinder für technische Berufe begeistern. „Wir wissen alle, dass Fachkräftemangel herrscht“, gibt Weise zu bedenken. „Wenn auch nur eine Handvoll Kinder nach diesen Projekten einen handwerklichen Beruf erlernt, haben wir schon gewonnen.“
Daher sind auch in Zukunft solche Projekte geplant. In den kommenden Tagen zum Beispiel geht es bei einem Workshop zum Thema Löten wieder heiß her auf dem Hof von AntiRost im Westlichen Ringgebiet.

Auch für diese kommende Ferienaktion stellt die Stiftung Niedersachsenmetall, wie auch beim Mausefallen-Auto-Workshop, die nötigen Mittel bereit.
„Nicht nur die Kinder sind mit Herzblut dabei“, bestätigt Ulrich Rode von der Stiftung. Ihm und den „AntiRostlern“ machen die Projekte um spielerische Technikvermittlung ebenso viel Freude wie den Kindern.
„Wenn man sieht, wie die Kinder vor sich hinwerkeln und wie stolz sie am Ende über ihre selbst gebauten Autos sind, ist das der beste Lohn für unsere Arbeit.“
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