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Den Tieren ganz nah kommen

Zoo-Inhaber Uwe Wilhelm schaut nach den Geparden. Drei Männchen und ein Weibchen befinden sich im Gehege. Fotos: André Pause

Im Arche-Noah-Zoo hat die Sommersaison begonnen – Neue Voliere für Graupapageien.

Von André Pause, 29. März 2016.

Stöckheim. Obwohl der Arche-Noah-Zoo in Stöckheim nicht der allergrößte ist: Ein bisschen Zeit sollten Besucher schon mitbringen, denn zu entdecken gibt es eine ganze Menge. Mehr als 50 Tierarten aus der ganzen Welt beherbergen Edith und Uwe Wilhelm auf einer Fläche von derzeit knapp drei Hektar. 1978 hat das Inhaberehepaar den idyllisch in Südseenähe gelegenen Tierpark erworben und seither in Eigenregie nach tiergärtnerischen Erkenntnissen stetig um- und ausgebaut.

Bis heute ist die Arche Noah ein familienbetriebener Privatzoo. „Wir bekommen keinerlei Förderung, finanzieren uns zu 100 Prozent aus den Einnahmen, deren größten Teil die Eintrittsgelder ausmachen“, betont Uwe Wilhelm, dessen Kinder sukzessive in seine Fußstapfen treten. Sohn Gregor betreibt den Tierpark Essehof, Marco und Peter sind als Schlosser und Zootierpflegermeister fest in den Betrieb integriert, und die Tochter soll in Kürze eine Backstube am entstehenden Löwenhaus eröffnen. „Die Aufgaben hier sind vielfältig. Das Wichtigste ist, dass man Spaß hat“, lächelt Vater Wilhelm auf dem Weg ins Urwaldhaus, wo seit drei Jahren die Mittelbeos, Rotohrbülbüls und Straußwachteln wohnen.

Vor zwei Wochen hat die Sommersaison mit verlängerten Öffnungszeiten von 9 bis 18.30 Uhr begonnen. Für die 15 Mitarbeiter bedeutete das im Vorfeld: Hochbetrieb. Geht es nach Uwe Wilhelm, soll bis Pfingsten auch die neue Voliere für die Graupapageien und die neu eintreffenden Schwarzköpfchen-Papageien hergerichtet sein. „Im Laufe der Jahre gibt es immer wieder Veränderungen. Alle Tiere kann man nicht halten. Manchmal werden einzelne Arten auch aufgegeben. Bis in die 90er-Jahre hatten wir ja schon mal Löwen. Als die aus Altersgründen verstorben sind, hatten wir uns damals dafür entschieden, die Tigeranlage zu vergrößern“, erzählt Wilhelm. Wann genau es jetzt zum Braunschweig-Comeback des größten afrikanischen Landraubtiers kommt, kann der Zoo-Chef nicht hundertprozentig sagen. „Wir arbeiten fleißig am Haus.“ Da Projekte ohne viele Fremdfirmen umgesetzt würden, dauerten sie in der Arche Noah freilich schon mal länger als in städtisch oder kommunal geführten Zoos.

Ein Kleinod ist der Zoo in Stöckheim allerdings auch ohne Löwen. Mit den zwei Amurtigern (Vater und Sohn) und vier Geparden gibt es auch andere faszinierende Raubkatzen zu bestaunen. Außerdem kommt der Besucher an viele weitere Tiere richtig nah dran. Einige Arten dürfen sogar gestreichelt und gefüttert werden.
Für Kinder gibt es darüber hinaus zwei Spielplätze sowie einen neuen Kletterturm. „Wir haben gerade den neuen Teil des Zoos so angelegt, dass die Leute ein bisschen ausruhen und ’runterkommen können“, sagt Uwe Wilhelm.

Alle weiteren Informationen über den Arche-Noah-Zoo gibt es im Internet unter zoo-bs.de.
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