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Container – ein Fall für den Schredder

Der eine Container überfüllt, der andere kaputt: Eine Anwohnerin ärgerte sich, weil immer wieder Altkleider und Schuhe auf dem Gehweg lagen. Foto: Marion Korth

Anwohnerin ärgerte sich: Am Sielkamp liegen verstreute Schuhe und Kleidung herum.

Von Marion Korth, 18. August 2017

Braunschweig. Immer wieder das gleiche Bild: Kleider und Schuhe, die verstreut auf dem Gehweg liegen. Der Altkleidercontainer ist überfüllt, zuletzt ließ sich an dem nebenstehenden Schuhsammelcontainer die Tür nicht mehr schließen. Auf der Suche nach noch Brauchbarem war der Inhalt der Säcke durchwühlt worden. Was nicht passte, blieb irgendwo liegen.

Die Anwohner im Sielkamp ärgerte dieser Anblick, eine Hausbewohnerin ließ die Sache keine Ruhe, aber: „Ich komme einfach nicht weiter.“ Die Leserin vom Schwarzen Berg hatte sich mit ihrem Anliegen an die NB gewandt. Wiederholt hatte sie die auf einem der Container angegebene Handynummer gewählt – niemand meldete sich.
Wir machen uns vor Ort ein Bild: Die Container haben in der Tat schon bessere Zeiten gesehen, kein Vergleich mit den Sammelbehältern von Alba, die weiter östlich im Straßenverlauf aufgestellt sind. Die Tür des Schuhcontainers steht geöffnet, der Altkleidercontainer hat wegen Überfüllung Maulsperre. Zur Abwechslung liegt an diesem Tag einmal nichts wild herum. Auch unser Anruf und die Bitte, sich zu den Containern zu äußern, verläuft im Leeren – kein Rückruf. Nur ein schnarrender Anrufbeantworter war angesprungen, der Firmenname akustisch kaum zu verstehen. Also die Frage an die Stadt, ist sie für die Container zuständig oder kennt die Firma, die sie aufgestellt hat?
„Der Stadtverwaltung ist die Situation bekannt“, teilt die Verwaltung mit, auch hier habe die Bewohnerin sich beschwert. „Es ist aber so: Die Container stehen nicht auf öffentlichem Grund, sondern auf einer privaten Grünfläche – nämlich auf dem Grundstück des Hauses, in dem auch die Bürgerin wohnt, die uns informiert hat. Da aber die Tür des einen Containers offen stand und in den öffentlichen Gehweg ragte, bestand eine Stolpergefahr für Fußgänger. Die Verwaltung hat daher die Containerfirma kontaktiert und zur Beseitigung der Gefahr aufgefordert. Eine Kontrolle seitens der Verwaltung ergab, dass die Container mittlerweile komplett entfernt worden“, schreibt Pressesprecherin Lisa Bertram.
Grundsätzlich gelte: Wenn Container auf privatem Gelände stehen, sollten sich Bürger zunächst an den Grundstückseigentümer wenden, der der Aufstellung des Containers entweder zugestimmt hat oder sie zumindest duldet. Gewerbliche Sammelcontainer für Altkleider auf privaten Flächen sind grundsätzlich nichts Ungewöhnliches und auch erlaubt; es gibt sie zum Beispiel auch auf Supermarktparkplätzen. Zudem haben caritative Einrichtungen die Möglichkeit, ebenfalls Altkleider-Container aufzustellen. In diesem Zusammenhang weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass Alba Braunschweig den kommunalen Auftrag hat, Altkleider zu sammeln. Entsprechende Container finden Bürgerinnen und Bürger an den Wertstoffinseln.
Nachfrage im Sielkamp, sind die Container tatsächlich weg? „Ja, aber die Firma hat sie nicht abgeholt“, erfahren wir. Die Sachen seien nun erst einmal in einem Lagerraum untergestellt worden.
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