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Christen und Waffenlieferungen

Schwierige Fragen in schwierigen Zeiten – Friedensdekade beginnt morgen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 07.11.2015.

Braunschweig. „Kirche wird jetzt dauernd und ständig aufgefordert, sich beim Flüchtlingsthema zu positionieren“, sagt Dompredigerin Cornelia Götz. Das werde für die politische Meinungsbildung erwartet.

„Doch wir sind auch nicht schlauer als andere“, erklärt sie. Aber – Kirche könne und solle sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: Beten, innehalten, nachdenken. „Und wir können uns auf die Bibel berufen, die eine klare Option zur Gewaltlosigkeit bietet“, sagt die Dompredigerin.
Eröffnet wird die Friedensdekade morgen (Sonntag) um
10 Uhr durch Peter Kapp. Der stellvertretender Propst ist seit 2001 Gemeindepfarrer in St. Andreas. Am Montag um 17 Uhr gibt es eine Andacht zur Reichspogromnacht.
„Zum Buß- und Bettag habe ich Wolfgang Thierse eingeladen“; sagt Götz. „Ein Katholik und Politiker, der im Zweifel keinen Ostermarsch auslässt und für die Friedensarbeit steht“, freut sich Götz auf ihren Gast. Bis 2013 hatte Thierse die Schirmherrschaft des Behandlungszentrums für Folteropfer inne, er ist in zahlreichen Aktionen gegen Rechtsextremismus aktiv.
Am Mittwoch (25. November) schließlich wird es ab 19.15 Uhr im Dom eine Diskussionsrunde zwischen Vizekanzler Sigmar Gabriel und BZ-Chefredakteur Armin Maus geben. „Wir wollen keinen Schlagabtausch, sondern von ihm etwas über Werte und Verantwortung erfahren“, sagt Götz, „darüber, wie er als Christ – und damit wir alle – das Thema Waffenlieferungen verantworten.“
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