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Charity-Laden sucht Helfer und neue Bleibe

Annegret Müller ist allein im Laden und hofft, dass ihr Hilferuf erhört wird. Foto: Ammerpohl

Lagerverkauf des „Projekts für Liberia“ braucht dringend Ehrenamtliche.

Von Martina Jurk, 10.05.2014.
Braunschweig. Annegret Müller hat tausend Ideen und ein Sorgenkind: der
Secondhand-Laden Charity des Braunschweiger „Projekts für Liberia“. Wenn keine ehrenamtlichen Helfer und keine neuen Räumlichkeiten gefunden werden, droht die Schließung.

„Das wäre sehr schade, denn das durch den Verkauf eingenommene Geld geht nach Liberia an die Diana-E.-Davies-Schulen“, sagt Annegret Müller. Jede Menge „Schätze aus Keller und Speicher“ sind im Laden zu finden – von Büchern über Deko, Bekleidung, Geschirr, Haushaltswaren, Schuhe, Spielsachen bis hin zu Möbeln.
Das Prinzip ist ähnlich wie das eines Sozialkaufhauses. Menschen bringen Dinge, die sie nicht mehr benötigen, die aber zu schade für den Müll sind, als Spende zu Charity – eine Initiative des Deutschen Roten Kreuzes zugunsten von „Projekt für Liberia“. Für einen kleinen Euro finden sie dann wieder Abnehmer nach dem Prinzip „Kaufen und Gutes tun“. „Ob Flohmarktliebhaber, Schnäppchenjäger, Menschen, die wenig Geld haben, oder Leute, bei denen der ökologische Gedanke der Wiederverwertung im Vordergrund steht, hier findet jeder etwas“, meint Annegret Müller.
Seit 2006 gibt es den Laden, der komplett ehrenamtlich betrieben wird. Jetzt hat das Schicksal hart zugeschlagen. Durch Krankheit ist auf einen Schlag niemand mehr außer Annegret Müller da, der den Laden „schmeißt“. Und zu allem Übel muss er auch noch das Feld räumen und aus der jetzigen Adresse im Rebenring 31 (Rebenpark, Innenhof C) ausziehen, weil der Mietvertrag ausläuft. Müllers Wunsch wäre es, zehn fitte, flexible Leute zu finden, die ein paar Stunden in der Woche Zeit haben. Das könnten ebenso Studenten wie auch Rentner oder Arbeitslose sein.
„Ich hoffe, es finden sich Interessenten, denn jetzt muss der Abverkauf organisiert werden“, ist die 55-Jährige etwas wehmütig. Sie hat so viele Ideen mit dem Laden, deren Realisierung davon abhängt, ob neue Räume gefunden werden. Die sollten sich aufgrund der Zugehörigkeit zum DRK-Ortsverein Nord-West im Westlichen Ringgebiet befinden. Annegret Müller, die 1995 das „Projekt für Liberia“ gründete, appelliert also nicht nur an freiwillige Helfer, sondern auch an Vermieter.
Normalerweise hat der Laden Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zurzeit gibt es situationsbedingt nur eine Notöffnung Montag von 10 bis 11, Mittwoch und Freitag von 10 bis 11.30 Uhr.
Interessenten können sich melden unter Telefon 57 55 58. Weitere Infos unter www.liberia-projekte.de.
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4 Kommentare
85
Uwe Poppe aus Braunschweig - Nordstadt | 10.05.2014 | 21:01  
6
Volker Breselge aus Rötgesbüttel | 12.05.2014 | 19:33  
51
Gabie Skusa-Krempec aus Braunschweig - Innenstadt | 22.05.2014 | 17:25  
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