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Brutaler Raubüberfall

53-Jährige wurde am Pressehaus Opfer.

Von Martina Jurk, 19.02.2012.

Braunschweig. An Brutalität ist dieser Fall kaum zu überbieten. Eine 53-jährige Frau wurde am Freitagabend auf dem Weg, der am Pressehaus vorbeiführt, Opfer eines Raubüberfalls.

Auf dem Verbindungsweg zwischen Mittelweg und Hamburger Straße schlug der Täter kurz nach 18 Uhr der Braunschweigerin, die von der Arbeit kam, von hinten mit einem scharfkantigen Gegenstand auf den Kopf, dass sie bewusstlos und mit schwersten Schädelverletzungen liegenblieb. Um 18.11 Uhr fand ein 29-Jähriger die Frau leblos vor und alarmierte den Rettungsnotdienst. Nach sofortiger Reanimation und einer mehrstündigen Notoperation im Krankenhaus war ihr Zustand gestern Abend immer noch kritisch. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Raubmordes. Es fehlt bislang jede Spur zu dem Täter. „Wir tappen völlig im Dunkeln und müssen jetzt in alle Richtungen schauen“, sagte Polizeisprecher Joachim Grande gestern Abend gegenüber der nB. Auch er sei fassungslos. Das Opfer sei nicht vernehmungsfähig. Der Zustand der Frau habe sich im Laufe des gestrigen Tages erheblich verschlechtert.
„Wir sind bei den Ermittlungen auf Zeugenhinweise angewiesen“, bittet Grande um die Mithilfe der Bevölkerung. Jeder noch so kleine Hinweis könne äußerst wichtig sein. Unklar sei, ob der Täter der 53-Jährigen im Gebüsch aufgelauert hat oder ihr zufällig begegnet ist. Das Opfer wollte zur Bushaltestelle an der Wendenstraße. Etwa 35 Meter vor dem Ende des Schotterweges, der zwischen einem Lebensmitteldiscounter und dem Pressehaus verläuft, fand der Überfall statt. Wahrscheinlich sei, so die Polizei, dass der Täter in Richtung Hamburger Straße geflüchtet ist. Möglicherweise sei er in ein öffentliches Verkehrsmittel eingestiegen.
Die Frau hat den bisherigen Ermittlungen zufolge ein oder zwei Plastiktüten mit Lebensmitteln und eine schwarze Damenhandtasche mit längeren Trageriemen bei sich gehabt, die jetzt fehlen. Auch vermisst werde ein rosafarbenes Prinzessinnenkostüm mit Krone und Zepter in Kindergröße, an dem sich noch die Preisetiketten befanden. Es seien bunte Plastiktüten ohne die Aufdrucke von Discountern.
Die Ermittler hätten den gesamten Weg nach den Lebensmitteln und den möglicherweise vom Täter weggeworfenen Tüten abgesucht – ohne Erfolg, so der Polizeisprecher.
Die Polizei bittet dringend um Hinweise: Wer hat vor der Tat am Freitag, also um 18 Uhr herum, verdächtige Personen im Bereich des Verbindungsweges bemerkt? Wem ist nach 18 Uhr eine Person, die möglicherweise eine Plastiktüte oder Tasche mitführte, im Bereich der Hamburger Straße aufgefallen? Wer hat Gegenstände gefunden, die der Täter möglicherweise weggeworfen hat, oder die sonst mit der Tat in Verbindung stehen könnten?
Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon 4 76 25 16 entgegen.
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