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Briefe in die Vergangenheit und in die ferne Zukunft

Dompredigerin Cornelia Götz, die Projektinitiatoren Michael und Rebecca Bilkau, Annette Boldt-Stülzebach (Stadt Braunschweig), die englischen Preisträgerinnen Bethany Pearson und Jennifer Robertson sowie Kantor Witold Dulski (v.l.) nach der Buchübergabe. Foto: André Pause

Dompredigerin erhielt das „Buch der Pläne, Hoffnungen und Träume“.

Von André Pause, 15.04.2015.

Braunschweig. 52 persönliche Briefe, in die Vergangenheit und in die Zukunft, enthält das „Buch der Pläne, Hoffnungen und Träume“, das die Initiatoren des gleichnamigen Projekts, Rebecca und Michael Bilkau, jetzt in Form eines künstlerisch gestalteten Bandes an Dompredigerin Cornelia Götz übergeben haben.

Ein zweites Exemplar des Buches wurde bereits anlässlich des Osterfestes in der Kathedrale Blackburn überreicht.
Das Projekt, das im Februar 2014 seinen Anfang genommen hat, geht von der Überlegung aus, dass der Erste Weltkrieg nicht nur den Verlust von Millionen von Menschenleben, sondern auch den Verlust von Millionen persönlicher Pläne, Hoffnungen und Träume und damit der gemeinsamen Entwicklung der Zukunft in Europa bedeutet hat. Wie die Welt aussähe, wenn einige oder gar alle ihr Leben hätten leben können, welche Leidenschaften – Kunst, Literatur, Technik oder doch etwas ganz anderes – Menschen gehabt haben oder entwickelt hätten? Niemand weiß es.
Mit diesem Projekt haben die nun lebenden Generationen, besonders die jungen Menschen in Deutschland und Großbritannien die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Pläne, Hoffnungen und Träume in Briefen festzuhalten: via Brief an eine reale Person aus der Zeit des Ersten Weltkriegs oder als Brief, Gedicht oder Geschichte an jemanden aus dem Jahr 2114. Jeder konnte mitmachen, unabhängig von Religion und Weltanschauung.
„Das Buch erinnert an das Individuum der damaligen Zeit und gibt gleichzeitig den Jugendlichen von heute die Gelegenheit, gehört zu werden – in zwei Ländern, die sich vor hundert Jahren feindlich gegenüberstanden“, sagt Rebecca Bilkau.
Alle Beiträge sind auf der Internetseite www.book-of-phd.com veröffentlicht. Von den Autoren der 52 abgedruckten Beiträge wurden sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien jeweils zwei ausgezeichnet. Tabea Henn sowie Bernd und Micaela Daschek lasen als deutsche Preisträger in Blackburn. Im Rahmen der Orgelvesper im Braunschweiger Dom trugen jetzt die englischen Preisträgerinnen Bethany Pearson und Jennifer Robertson ihre Briefe vor.
Ab sofort liegt das Buch im Eingangsbereich des Doms aufgeschlagen aus. Besucher können blättern und lesen. „Nehmen Sie sich Zeit, es lohnt sich“, sagt Cornelia Götz.
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