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Brand im Kohlebunker

Die Feuerwehr war die ganze Nacht zum Freitag im Heizkraftwerk Mitte im Einsatz. Foto: bsnews.tv / rbs-tv.de

Aktualisiert: Großeinsatz der Feuerwehr im Heizkraftwerk Mitte.

Braunschweig, 12./13.09.2014. Großalarm für die Braunschweiger Feuerwehr: Am Donnerstagabend kam es zu einem Brand im Kohlebunker des Heizkraftwerks Mitte. Mitarbeiter des Kraftwerks entdeckten am 23 Meter hohen und mit rund 100 Tonnen gefüllten Steinkohlesilo eine Rauchentwicklung und alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Geistesgegenwärtig verschlossen sie zeitgleich eine Rohrverbindung unterhalb des Silos und verhinderten somit vermutlich eine weitere Ausbreitung des Feuers in den darüber liegenden Silobehälter.
Der kurz danach eingetroffene Löschzug der Hauptfeuerwache erkannte über die Wärmebildkamera einen innenliegenden Brand an der Dosiereinrichtung des Silofußes. Die Temperaturen am Gehäuse betrugen über 250 Grad Celsius.
Die Feuerwehr Braunschweig war die ganze Nacht hindurch im Einsatz. In Absprache mit Vertretern der Kraftwerksleitung wurde beschlossen, den kompletten Kohlebunker zu entleeren, um sicherzugehen, dass kein Glutnest im Bunker zurückbleibt. Schon ein einzelnes Glutnest hätte zu einer erneuten Brandausweitung führen können, so die Feuerwehr.
Gegen 5 Uhr am Freitagmorgen war der Bunker komplett entleert. Insgesamt wurden mittels Schaufeln rund 20 Kubikmeter Steinkohle von Feuerwehreinsatzkräften – zeitweilig unter Atemschutz – herausgeholt. Glutnester wurden umgehend gelöscht. Nach der Entleerung wurde der Bunker von innen nochmals mit der Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert. Während der gesamten Einsatzdauer hätten der Feuerwehr kompetente Mitarbeiter des Kraftwerks zur Verfügung gestanden.
„Zu keinem Zeitpunkt waren Menschen gefährdet, weder Mitarbeiter noch Anwohner. Auch der eigentliche Kraftwerksbetrieb, die Strom- und Wärmeerzeugung liefen unverändert“, teilte BS-Energy mit.
Insgesamt waren circa 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die Brandursache wird noch ermittelt. BS-Energy geht von einem Schaden von 30 000 Euro aus.

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