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Blick in den Ursprung der Klänge

Andreas Jung bekommt beim Lebenstraum-Praktikum Einblick in die Geburtsstätte der Klaviere

. Von Marc Wichert, 13.04.2011

Braunschweig. Die Erfüllung eines Lebenstraumes kann so nah liegen. Andreas Jung muss nur in das Innenleben eines Klaviers schauen, um glücklich zu sein. Mit dem Lebenstraum-Praktikum bei Schimmel entdeckte der Musiklehrer den Ursprung der schönen Klänge.

Die Begeisterung ist Andreas Jung anzumerken. Als der 51-Jährige von Klavieren und Klängen erzählt und von den Entdeckungen, die er während seines Praktikums machte, dann ist das pure Begeisterung. Und diese Leidenschaft für das Klavier war es schließlich auch, die die Auswahljury des Braunschweiger Klavier- und Flügelbauers Schimmel überzeugte. Gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Klassenlotterie ermöglichte das Traditionsunternehmen dem gebürtigen Hamburger mit der Aktion Lebenstraum ein zweiwöchiges Praktikum – und seinen persönlichen Lebenstraum. „Ich bin wirklich begeistert und froh, hier sein zu dürfen“, sagt der Musiklehrer und strahlt. Eine positive Unruhe ist dem ansonsten eher norddeutsch ruhigen Jung anzumerken – es scheint, dass Jung jede Minute mit seinen Klavieren verbringen möchte. In den vergangenen Tagen habe er zwar eine Menge gelernt. „Aber ich komme auch an meine Grenzen“, sagt er.
„Die Hauptaufgabe eines Klavierbauers ist das Stimmen der Saiten“, erklärt Kristiane Gern, die in der Firmenakademie den Nachwuchs ausbildet. Bei ungefähr 300 Saiten brauche man da schon ein präzises Gehör und viel Erfahrung. Andreas Jung hat schon öfter zugeschaut und -gehört, wenn sein eigener Flügel gestimmt wurde. „Aber ich wollte mal ganz genau wissen, wie das da drin abläuft“, sagt er und zeigt auf die Mechanik eines fast fertigen Klaviers, an dem er in der großen Produktionshalle unter Anleitung der Auszubildenden Jacqueline Braese arbeitet. Und während er die sogenannte Fängerlinie mit einem Richtscheit einstellt, sagt er, wie begeistert die Klavierbauer und Holzmechaniker ihrer Arbeit nachgingen. „Das hätte ich so nicht erwartet.“ Und korrigiert sich: „Oder vielleicht doch. Schließlich geht‘s hier um Klaviere.“
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