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Bewerbungen im Minutentakt: Erstes Job-Speed-Dating für geflüchtete Menschen in Goslar

Heute fand das erste Job-Speed-Dating für geflüchtete Menschen in Goslar statt. Rund 150 Interessierte stellten sich den 15 Unternehmen am Weltflüchtlingstag für ein Vorstellungsgespräch im Minutentakt. Das innovative Format hat seine Stärken gezeigt. Unternehmen, Teilnehmer und Veranstalter sind zufrieden.

Die Idee, geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive möglichst schnell in sinnvolle Beschäftigung zu bringen, kommt bei den Arbeitgebern im Landkreis Goslar weiterhin gut an.
Neben dem, vor einigen Wochen gestarteten, Praktikumsprojekt der Arbeitsagentur hat sich heute ein nächster Baustein zur Integration in den Arbeitsmarkt angeschlossen.

„Wir möchten mit diesem Format den ersten Kontakt herstellen und dies zunächst abseits von Bewerbungsmappen. Im Speed-Dating können die Teilnehmer persönlich überzeugen und die Tür in das Unternehmen einen Spalt öffnen. Ich bin davon überzeugt, dass heute neben spannenden Gesprächen und Eindrücken auch berufliche Beziehungen geknüpft wurden – das wird sich dann in nächster Zeit zeigen“, resümiert Andreas Dames, Bereichs-leiter in der Agentur für Arbeit.

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt muss einen hohen Stellenwert genießen. Deshalb sei es wichtig, in diesem Bereich nicht locker zu lassen und die gemeinsamen Anstrengungen aller Kooperationspartner zu intensivieren.

„Nur wer eine Perspektive hat, wird sich langfristig in unserer Region niederlassen. Das gilt für Einheimische und Flüchtlinge gleichermaßen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir uns beiden Gruppen mit gezielten und bedarfsgerechten Angeboten widmen. Das heutige Speed-Dating für Arbeitnehmer und Flüchtlinge halte ich deshalb für einen logischen Schritt um der Integration in den Arbeitsmarkt einen großes Stück näher zu kommen“, erläutert Landrat Thomas Brych.

Mohamad (33) ist seit sieben Monaten in Deutschland. Er stammt aus Syrien und sucht nun in Deutschland den Weg in den Arbeitsmarkt. Sein Biologiestudium möchte er zunächst anerkennen lassen. Arbeit steht bei ihm jedoch an erster Stelle: „Ich finde es gut, mich hier in kurzer Zeit bei vielen Chefs vorzustellen, auch wenn meine gesuchte Branche nicht vertreten ist. Ich möchte selbst für meine Familie sorgen können. Ich hoffe, demnächst Arbeit zu finden und bin dankbar für die Einladung heute“, freut er sich, nach den ersten Gesprächen, spürbar erleichtert.


Auch die Arbeitgeber waren am Ende des Tages zufrieden: „Für mich war es eine gute Möglichkeit, potenzielle Arbeitskräfte kennenzulernen. Ich konnte hier viele Gespräche führen. Die Resonanz liegt über meinen Erwartungen. Die Menschen, die hier waren, waren sehr interessiert und motiviert. Wir suchen Personal in unterschiedlichsten Bereichen und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich den einen oder anderen Gesprächspartner von heute demnächst wiedersehen werde.“ so Alexander Frank von der Spittler Lichttechnik GmbH.


Auch Christian Wolf, Geschäftsführer der Bäcker Wolf GmbH ist vom Erfolg des ersten Speed-Datings für Flüchtlinge überzeugt: „Es wird mehr und mehr schwieriger, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu besetzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass einige Flüchtlinge von heute meine Arbeitskräfte von morgen sind. Einige Damen haben mir auf ihrem Smartphone ihr Talent beim Backen gezeigt. Da waren schöne Sachen dabei“.

Demnächst auch in Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel

Das erste Job-Speed-Dating hat Signalwirkung für den Agenturbezirk. Bereits in Goslar gab es mehr interessierte Unternehmen als zur Verfügung stehende Plätze. Ein solches Speed-Dating wird demnächst auch in Salzgitter, Wolfenbüttel und Braunschweig stattfinden.
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