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Bewährter Mann auf neuem Posten

Martin Albinus (47) ist der neue Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke stellte ihn gestern vor.

Martin Albinus wird Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie – Prävention soll größeres Gewicht bekommen.

Von Marion Korth, 28.06.2016.

Ein bekanntes Gesicht an neuer Stelle: Martin Albinus übernimmt zum 1. Juli die Leitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie. Mit 900 Mitarbeitern ist es einer der größten Fachbereiche innerhalb der Stadtverwaltung und Albinus’ Posten, einfach deshalb, weil es um Kinder und Jugendliche geht, einer mit großer Verantwortung.

Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke ist froh, an dieser Stelle auf einen krisenbewährten und erfahrenen Mitarbeiter aus den eigenen Reihen setzen zu können, einem, „der fachlich in die gleiche Richtung denkt wie ich“.
Einstellungsvoraussetzung sei dies allerdings nicht gewesen.

Der 47-Jährige musste sich in einer bundesweiten Ausschreibung mit anschließendem Auswahlverfahren durchsetzen. Albinus ist seit 2001 in der Braunschweiger Stadtverwaltung tätig, hat dort die Abteilung Allgemeine Erziehungshilfe geleitet und zuletzt, nachdem viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Braunschweig gekommen waren, die Abteilung, die für Jugendhilfe und Inobhutnahme zuständig ist, aufgebaut.

Diese neue Abteilung einzubinden, und insgesamt alle Strukturen daraufhin zu überprüfen, ob sie durch gesellschaftlichen Wandel noch tragfähig und die einzelnen Abteilungen schlagkräftig sind, wird Albinus’ erste Aufgabe im neuen Amt. Mit der Umstrukturierung hatte schon sein Vorgänger Norbert Winkler, der in den Ruhestand verabschiedet wurde, begonnen.

„Ich will nichts von links nach rechts drehen“, beruhigte Albinus. Es gehe aber darum, genauer zu schauen, was die Stadt braucht. Mit der Sozialdezernentin ist er sich einig, dass die Prävention stärker in den Vordergrund rücken soll. Albinus denkt dabei beispielsweise an den Babybesuchsdienst, der ausdrücklich nicht zur Kontrolle, sondern zur ersten Kontaktaufnahme mit den Eltern gedacht ist, um Fragen zu beantworten und über Hilfsangebote zu informieren. Als er seine Tätigkeit bei der Stadt 2001 begann, hätten sich 90 Kinder in Obhut befunden, jetzt seien es 350. Auch weil die Gesellschaft sensibler reagiere, wenn Kindeswohl in Gefahr ist. Kinderärzte, Lehrer aber auch Nachbarn würden eher Alarm schlagen. Wenn es gelinge, diese Zahl zu senken, weil Eltern unterstützt werden können, bevor sie an ihre Grenzen stoßen, sei Prävention erfolgreich.

„Wir versuchen die Blickrichtung zu verändern“, sagte die Sozialdezernentin. Weg von der Sicht der Einrichtung, sei es Krippe, Kita und Schule, hin zu der von Kindern und Familien. Um die Bildungskette vom Kleinkindalter auf zu stärken, gelte es, Übergänge fließend zu gestalten, damit sie nicht zum Bruch führen. Der Wechsel von der Kita in die Schule ist damit ebenso gemeint wie der von der Schule ins Berufsleben.
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