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Beton liegt voll im Trend

So sehen Sieger aus: Die Studententeams mit ihren Bauwerken bei der Siegerehrung zum schönsten Portal. Foto: IBMB
 
Kritischer Blick auf die Werke der Kontrahenten. In diesem Jahr ist Grau die vorherrschende Farbe. Foto: Nizar Fahem

Wissenschaftswettbewerb: Studenten der TU zerstörten feierlich ihre selbstgebauten Portale.

Von Ann-Kathrin Ewald, 13.07.2016.

Braunschweig. Er hat bereits Tradition: Der Portalbauwettbewerb für Studierende des Instituts für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (IBMB) der TU Braunschweig. Doch erst die abschließende Präsentation zeugt vom wahren Spaß des Wettbewerbs: Nach Fertigstellung werden die Beiträge fachgerecht von den Teilnehmern selbst zerstört – im Namen der Wissenschaft natürlich.

Im Wettbewerb sind Studenten des zweiten Semester aufgerufen, ihr bisher erworbenes Wissen um Baustoffe kreativ zu nutzen und ein eigenes kleines Bauwerk zu kreieren. Die Aufgabe ist ein Portal, einen kleinen Torbogen, aus Beton zu erstellen, dessen Ausmaße 35 Zentimeter Höhe und
51 Zentimeter Breite nicht überschreiten darf und das trotzdem möglichst stabil sein sollte.

Gewinner ist das Entwicklerteam, dessen Torbogen möglichst viel Druck aushält. Dafür kommt eine spezielle Presse zum Einsatz, mit der die Wettbewerbsbeiträge bis zum Punkt des Zerbrechens gebracht werden. Mittels einer mathematischen Formel kann dann die Tragfähigkeit des Bauwerks errechnet werden. Um zusätzlich die Kreativität der Studenten zu fordern, gibt es außerdem einen Preis für das schönste Portal.

Spaß am Entwickeln

In diesem Jahr nahmen neun Teams aus Studenten der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieur- und Wirtschaftsingenieurwesen teil, die ihre entstandenen Portale am vergangenen Donnerstag präsentierten. Fast drei Monate hatten die Teilnehmer für Planung und Herstellung des Portals Zeit. Wie immer stand neben den Preisen vor allem der Spaß am Entwerfen und Entwickeln im Vordergrund.

„Der Wettbewerb gibt den Studienanfängern die Möglichkeit, ihre bisher erlernten Fähigkeiten, praktisch auszuprobieren und so weiterhin den Spaß am Unterrichtsstoff zu behalten“, erläutert Matteo Lunardelli, wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBMB und Betreuer des Projekts.
Künstlerisch waren die Teams nah beieinander: Neben Motiven in Schwarz-Rot-Gold hatten viele Bauwerke ihr ursprüngliches Beton-Grau behalten. „Der Trend geht zu reduzierten Portalen, Beton ist wieder in“, stellte auch Lunardelli fest.

Nach der Präsentation der Bauwerke kam die Druckpresse zum Einsatz. Gewissenhaft notierten Lunardelli und sein Team die Tragfähigkeit der einzelnen Portale. Sieger in der Hauptkategorie Tragfähigkeit war das Studententeam „Concrete Conquerors“, dessen Portal die Farben der deutschen Flagge zierte. Ihr Torbogen konnte unter der Druckpresse am längsten standhalten.

In der Kategorie des schönsten Portals – das im Übrigen von einer Jury und den Teilnehmern selbst gewählt wurde – gewann das Team „Betoooon“. Ihr schlichtes eckiges Bauwerk, hatten die studentischen Konstrukteure mit einem Drahtgeflecht versehen, so dass es aussah wie der Pariser Eiffelturm.
Zur Belohnung für alle Teilnehmer und das Organisationsteam gab es nach dem Wettbewerb eine kleine Feier im Hof des Instituts mit kalten Getränken und Würsten vom Grill.
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