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Bella, bella, bella Marie, vergiss mich nie

Gemeinsamer Gesang: Der Schauspieler Uwe Serafin und die Gäste der Neuen Braunschweiger an Bord. Foto: Ingeborg Obi-Preuß

Mitgemacht und gewonnen: 40 NB Leser waren eingeladen zur Okertour „Himmelsstürmer“.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 19.08.2017.

Braunschweig. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt …“ 40 NB-Leser hatten den „postfaktischen Oker-Krimi Himmelsstürmer“ gewonnen – und sangen an diesem schönen Sommerabend aus (relativ) vollen Kehlen.



Alles hatte so schön angefangen, Prosecco und Häppchen wurden der Leser-Gruppe im Hof der Floßstation an der Kurt-Schumacher-Straße serviert. Ein munteres Treiben, es wurde getrunken, gegessen, viel geredet und noch mehr gelacht. Plötzlich kam ein Fremder. Edgar Mannerholf alias Martin Ferme alias Uwe Serafin übernahm das Kommando und führte die Besucher auf das Floß – und aufs Glatteis. Dazu passten die Kippbilder, die er den Gästen zuvor gezeigt hatte – optische Täuschungen, die einstimmten auf die anschließende Theatersession zwischen Wirklichkeit und Täuschung.

Die Crew der Floßstation hatte für einen ausgesprochen netten Empfang gesorgt: Kalter Prosecco und liebevoll dekorierte Platten mit leckerem Fingerfood schufen ruckzuck eine Wohlfühlatmosphäre in der NB-Leser-Gruppe.

Anfangs überlagerte der Geruch von Mückenspray ein wenig die Düfte des Essens, aber über die stechenden Plagegeister kamen auch alle sofort ins Gespräch. Ein Vorteil – immerhin. Später auf dem Floß war von den Mücken glücklicherweise nichts mehr zu sehen und zu hören. Da hatte auch schon der fremde Gast die Führung und die Gruppe übernommen. Zunächst stimmte er ganz leutselig die alte Rudi-Schuricke-Schnulze von der Caprisonne an, um dann innerhalb von Sekunden in eine andere Rolle zu switchen. Ein Bankräuber auf der Flucht? Ein Irrer mit einer Waffe in der Hand? Ein trauriger, einsamer Schauspieler, der sich sein Publikum kapert, damit er überhaupt eins hat?

Eine rasante Räuberpistole wurde den Gästen aufgetischt, dazu eine Geschichte von Trennung und Einsamkeit. „Es hat nicht sollen sein“, sagte der Mann, „das könnte als Banner über meinem Leben hängen.“ Dann sang er Songs von Udo Lindenberg: „Ich trag dich durch die schweren Zeiten“, und „Nimm dir das Leben.“ Auch die Mitfahrer kamen nicht ganz ungeschoren davon, Stephan zum Beispiel wurde „Opfer“ des merkwürdigen Gastes, unter vorgehaltener Waffe sollte er die Caprisonne singen, Stephan hielt sich tapfer, die anderen Gäste lachten sich schlapp.

Gut anderthalb Stunden dauert die Krimi-Tour, jeden Freitag und Samstag kann man dabei sein. Info und Buchung unter 0531/3 17 67 28.
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