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Auf eine gute Nachbarschaft

Die Nibelungen-Geschäftsführer Rüdiger Warnke und Maren Sommer (von rechts) präsentierten den Siegerentwurf für das neue Wohnquartier Alsterplatz von Professor Dorothea Voitländer und Professor Konrad Deffner aus Dessau. Foto: Daniela Nielsen

Vielfalt bestimmt den Siegerentwurf für das neue Wohnquartier der Nibelungen am Alsterplatz.

Von Marion Korth, 02.02.2014.

Braunschweig. Im Norden ist der Neubau der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule schon mächtig in die Höhe gewachsen, gebaggert wird bald auch davor: Die Nibelungen Wohnbau GmbH stellte am Donnerstag den Siegerentwurf ihres Architektenwettbewerbs für die neue Bebauung am Alsterplatz vor.

Wenn die alte Wilhelm-Bracke-Gesamtschule 2015 abgerissen wird, soll es möglichst nahtlos weitergehen. Der Baubeginn ist für 2016 geplant, die ersten Mieter können frühestens Ende 2018 einziehen.
„Eine lebendige Nachbarschaft ist Ziel und Konzept“, sagte Nibelungen-Geschäftsführerin Maren Sommer bei der Präsentation der Entwürfe. Der Alsterplatz ist als Adresse für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, für Singles und Familien, für Ältere und Jüngere gleichermaßen gedacht. Auf dem rund 30 000 Quadratmeter großen Schulgrundstück zwischen Alsterplatz und Westpark entstehen mehrere Gebäude mit günstigen, teilweise öffentlich geförderten Miet- und auch mit frei finanzierten Eigentumswohnungen. Insgesamt rund 200 Wohneinheiten im mehrgeschossigen Mietshaus oder aber der Stadtvilla.
Die Architekten Professor Dorothea Voitländer und Professor Konrad Deffner (Deffner Voitländer Architekten Dessau) bringen mit ihrem Entwurf ganz unterschiedliche Bedürfnisse von älteren Menschen ebenso wie von Familien unter verschiedene Dächer, indem sie Haus- und Wohnungstypen variieren. Eine kleine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen ist ebenso geplant wie ein Senioren- und ein Nachbarschaftstreff, ein Café wird es geben sowie mehrere Läden in den Erdgeschossen des Gebäuderiegels zum Alsterplatz hin und im Westen. Parkende Autos verschwinden unter Bäumen beziehungsweise unter Häusern – das spart Fläche und Kosten. „Wir müssen jetzt schon Antworten für das Wohnen von morgen geben“, beschreibt Nibelungen-Geschäftsführer Rüdiger Warnke den Anspruch an den Entwurf, der einen Beitrag zur Aufwertung des ganzen Viertels leisten soll. Barrierefreies Wohnen ist dazu ein Stichwort, aber auch eine Fläche für Car-Sharing und eine E-Mobilitätsstation. Räume drinnen in den Gebäuden oder aber draußen unter Bäumen bieten den Platz für Begegnungen und Gespräche – eben eine lebendige Nachbarschaft.
„Wir sind sehr glücklich mit diesem ersten Preis“, sagte Maren Sommer. Der soll nun für rund 35 Millionen Euro realisiert werden, während die Nibelungen gleich nebenan die Schule für weitere 40 Millionen Euro baut.
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