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Auf der Suche nach der wahren Schönheit

Junge Talente: Laura Schickram und Jessica Diane Jones. oh

Das Mediendesigner-Duo Laura Schickram und Jessica Diane Jones will mit einer Fotoarbeit zum Nachdenken anregen.

Von Anne-Kathrin Strauß, 29.10.2014.

Braunschweig. Die selbst ernannten „Kleinstadtrebellen“ sind aktuell in aller Ohren. Die Mediendesign-Studentinnen Laura Schickram und Jessica Diane Jones aus Braunschweig haben mit ihrer Fotostrecke „Imperfection“, in der sie Schönheit auf gegensätzliche und vielseitige Weise dargestellt haben, für Aufsehen gesorgt. Ein Interview.

?Als Kreativduo habt ihr im vergangenen Jahr auf euch aufmerksam gemacht. Welche Idee steckt hinter „Kleinstadtrebell“?

!Das ist eine gute Frage. Im Endeffekt geht es darum, unsere eigenen Vorstellungen von Ästhetik und Design in den öffentlichen Raum zu tragen. „Kleinstadtrebell“ will aber vor allem auch zeigen, dass gutes Design nicht nur in Großstädten wie Berlin oder Hamburg, sondern auch in einer „Kleinstadt“ wie Braunschweig zu Hause ist.

?Wie würdet ihr euren eigenen Stil beschreiben?

!Grundsätzlich gestaltet sich unser Stil aus einer Kombination von experimentellen und klassischen Elementen sowie künstlerischen Assoziationen. Der ständige Wandel im Bereich der Medien inspiriert uns tagtäglich und lässt uns neue Stilrichtungen entdecken, die wir in unsere Arbeiten mit einfließen lassen.

?Eines eurer Projekte –„Imperfection“ – behandelt das Thema Schönheitsideale. Was hat euch den Impuls zu diesem Thema gegeben?

!Unsere Gesellschaft ist von einem verzerrten, durch die Medien verursachten Schönheitsideal geprägt und dem Schönheitswahn verfallen. Natürliche und gegebene Schönheit ist für viele nur eine Illusion. Mit der Kampagne „Imperfection“ wollen wir auf die Problematik aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen und das Selbstbewusstsein des Durchschnittsmenschen stärken. Jeder hat Makel, die die Persönlichkeiten formen, uns einzigartig und schön machen.

?Wie war die Reaktion der Gesellschaft auf eure Darstellung von Schönheit?

!Zwiegespalten. Interessant war zu sehen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Schönheit eigentlich ist. Die Reaktionen auf unsere erste Fotostrecke und die darin gezeigten Charaktere hätten nicht unterschiedlicher sein können. Für die einen ist die Person makellos, andere assoziieren das Äußere sogar mit Behinderungen. Grundsätzlich wurde der soziale und künstlerische Gedanke der Kampagne aber positiv aufgefasst.

?Wie wird es mit „Imperfection“ weitergehen?

!Zurzeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen für eine zweite Strecke mit neuen außergewöhnlichen „Imperfection Faces“. Auch dieses Mal wird es wieder eine Fotostrecke und einen experimentellen Kurzfilm in Zusammenarbeit mit Farb-PR-8 dazu geben. Diese werden Anfang Dezember in einer Ausstellung zu sehen sein.

?Eine letzte Frage: Werden die Kleinstadtrebellen irgendwann zu Großstadtrebellen oder zieht Ihr die Kleinstadtidylle vor?

!Vorerst werden wir auf jeden Fall unsere Homebase in Braunschweig festigen. Braunschweig ist nicht zu klein und nicht zu groß, wir fühlen uns sehr wohl hier. In dieser Region gibt es viele kreative Köpfe, mit denen wir auch in Zukunft weiterhin an diversen Projekten zusammenarbeiten werden.
Mehr zu den Arbeiten von Laura und Jessica gibt es unter www.kleinstadt-rebell.blogspot.de im Internet.
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