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Apple-Chef als großes Vorbild

Jörg Ludwig entwickelte einen Schulserver.

Von Birgit Leute, 22.05.2011

Braunschweig. Wenn er jemanden bewundert, dann ist es Steve Jobs. „Genial, wie der mit einer simplen Idee ein Imperium aufbaute“, sagt Jörg Ludwig über den Apple-Chef. Mit IServ ist der 28-Jährige Jungunternehmer aber auch auf einem guten Weg.

Facebook, Twitter, Xing – als Ludwig vor zehn Jahren an einem System tüftelte, das Schüler, Lehrer und Eltern per Computer miteinander verbindet, waren diese Begriffe noch böhmische Dörfer. Bis dahin kämpften Netzwerke in Firmen und Schulen mit einer Menge Kinderkrankheiten: Immer wieder stürzten die Systeme ab, viele Anwendungen waren völlig unnötig und verwirrten die Nutzer nur.
Ludwig, damals Abiturient an der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, stellte schließlich 2001 beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ den IServ vor – einen Server für lokale Netzwerke – und landete zusammen mit Mitschüler Felix Klose auf dem dritten Platz in der Kategorie „Mathematik/Informatik“.
„Mit unserer Erfindung kamen wir zunächst den Wünschen der Schüler entgegen: Hier konnten sie Kontakt finden, chatten“, sagt Ludwig. Inzwischen steht an praktisch allen Braunschweiger Schulen – von der Grund- bis zur Berufsbildenden Schule – ein Server von IServ. Über ihn läuft heute die gesamte Kommunikation: Von der Hausaufgabenstellung über Vertretungspläne bis hin zur Terminierung von Klassenarbeiten. „Wir helfen dabei, die Schule ‚papierfrei‘ zu machen“, nennt der Jungunternehmer ein Ziel. Der größte Vorteil angesichts von „Cyber-Kriminalität“ und „Internet-Mobbing“ ist allerdings die Sicherheit: Das Netzwerk ist nicht öffentlich. Wer kein Passwort hat, kommt auch nicht rein. Die Schüler surfen in einem geschützten Raum.
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