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Anschlagsdrohungen an Braunschweiger Schulen, auch andere Städte und Bundesländer melden den Eingang einer Bedrohungsmail

Blaulicht

Anschlagsdrohung an Braunschweiger Schulen offenbar ein sehr schlechter Scherz.

Von Ingeborg Obi-Preuß, Braunschweig, 5. September 2016. Mindestens neun Braunschweiger Schulen haben am Montagmorgen per E-Mail eine Anschlagsdrohung erhalten. Die meisten der Schulen sind evakuiert worden - für rund 10 000 Schüler fiel damit der Unterricht aus.
"Inzwischen wissen wir, dass die gleiche oder eine ähnlich lautende Mail auch an Schulen in anderen Städten und Bundesländern ging", sagt Polizeisprecher Joachim Grande. Das erhärte den Verdacht, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt.
Um 9 Uhr morgens sollte laut Drohung ein Anschlag erfolgen - zum Glück aber blieb alles ruhig. "An der neuen Oberschule wurde zwar ein herrenloser Koffer entdeckt", berichtet Grande, "aber da war nur eine Trompete drin."
An mindestens neun Schulen - dem Schulzentrum im Heidberg, dem Martino-Katharineum, der Gaußschule, der Neuen Oberschule, dem Gymnasium Ricarda Huch, dem Wilhelm-Gymnasium, der Grundschule Gliesmarode, der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule sowie dem Gymnasium Kleine Burg, der IGS Heidberg und den Grundschulen Bültenweg und Gliesmarode - haben die Schulleitungen den Unterricht ausfallen lassen.
"Wir haben sofort mit der Polizei Präsenz gezeigt, Streifenwagen standen vor jedem Schulgebäude", schildert Grande den Ablauf. "Wir haben für den Fall von Bedrohungslagen Pläne, die sofort umgesetzt werden."
Bis um 10 Uhr waren die meisten Schulen komplett geräumt

Ermittlungen beim Staatsschutz:
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat (Paragraf 126 Strafgesetzbuch) aufgenommen.
Zum Inhalt des Schreibens will die Polizei noch keine näheren Angaben machen. Aber
bestätigt wird, dass der Verfasser in sehr schlechtem Deutsch mit einem Anschlag gedroht hat , unter anderem auch damit, sich selbst mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft jagen zu wollen.
Auch der Fachbereich Schule habe die Anschlagsdrohung erhalten, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Ebenfalls geräumt wurden Teile Landgerichts wurden heute Vormittag geräumt. Es geht um den Neubau, der an die Kleine Burg grenzt. Darin sind unter anderem Zivilkammern und die IT untergebracht.
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