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Andacht der Bombennacht

Cherry Beath trägt sich unter den Augen von Ulrich Markurth in das Goldene Buch der Stadt Braunschweig ein. Ammerpohl

Delegation der Partnerstadt Bath besucht Braunschweig.

Von Andreas Konrad, 15.10.2014.

Braunschweig. Gestern, am Abend des 14. Oktober, 70 Jahre nach der Zerstörung Braunschweigs, hat sich die Bürgermeisterin von Bath, Cherry Beath, in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

„Ich bin dankbar, dass wir diesen bedeutungsvollen Abend unter Freunden verbringen“, betonte Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Wichtigkeit der guten Beziehungen und des Friedens in Europa. Das sei eine gute Botschaft an die Jugend, ergänzte Beath. Mit der „DomNacht“ endete am gestrigen Abend die gemeinsame Gedenkveranstaltung von Braunschweig und Bath.
Die Partnerstädte erinnerten an die Bombennacht vom 14. auf den 15. Oktober 1944. 90 Prozent Braunschweigs wurden damals innerhalb weniger Minuten von alliierten Bombern zerstört. Im Rahmen des Eintrages von Bath´Bürgermeisterin Cherry Beath in das Goldene Buch der Stadt erinnerte Braunschweigs Oberbürgermeister Markurth zuvor aber auch an die Angriffe, die deutsche Bomber zwei Jahre davor auf die heutige Partnerstadt flogen. „Nach dem Zweiten Weltkrieg schien es unmöglich, dass wir jemals Freunde werden“, blickte Markurth zurück. Beath ist in dieser Woche gemeinsam mit ihrem Ehemann Richard, den Ratsherren Gerry Curran und Bryan Chalker erstmalig in Braunschweig zu Gast. Am heutigen Mittwoch stehen Besichtigungen auf dem Programm.
Nach dem Eintrag in das Goldene Buch wohnte die Delegation in der Dornse neben geladenen Gästen dem Vortrag „Erinnerung im Wandel. Das Gedenken an die Zerstörung Braunschweigs im Zweiten Weltkrieg“ von Dr. Henning Steinführer, Leiter des Braunschweiger Stadtarchivs, bei. Im Zentrum des Vortrages standen nicht die Oktobergeschehnisse unmittelbar, sondern der spätere Umgang damit und die Erinnerung daran im Wandel der Zeit.
Zum Abschluss des Abends erinnerte Landesbischof Dr. Christoph Meyns in seiner Andacht im Dom an die Zerstörung. Gleichzeitig mahnte er, die deutsche Geschichte verpflichte uns, für Frieden und Völkerverständigung und gegen alle Bestrebungen einzutreten, die Menschen diskriminieren, in ihren Rechten verletzen oder gar ihr Leben zerstören.
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