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And the winner is ...

BZ und Braunschweiger Dom verleihen zum zwölften Mal den „Gemeinsam-Preis“.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 19. Mai 2015.

Braunschweig. And the winner is ... das Ehrenamt. Spannend wie bei der Oscar-Verleihung ging es am Montagabend im Dom zu. Zum zwölften Mal verlieh die Braunschweiger Zeitung gemeinsam mit dem Dom den Gemeinsam-Preis; flott moderiert von BZ-Lokalchef Henning Noske und musikalisch temperamentvoll begleitet vom Blechbläserensemble.
Ein erster Preis (3500 Euro) ging an Christel Ende und Dietmar Bernd Kühl, die in Schandelah umfangreiche private Unterstützung für Flüchtlinge aufgebaut haben. „Sie sind großartige Vorbilder für uns alle“, lobte BZ-Chefredakteur Armin Maus.

Stephanie Szielasko-Heide, Claudia Lohn und Monika von Borzestowski wurden ausgezeichnet (mit 2500 Euro) für ihren Verein „Patronus“, in dem sie sich vor allem um trauernde Kinder kümmern. „Sie stärken mit Ihrem Beistand die seelische Widerstandskraft dieser jungen Menschen“, sagte Laudator Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer. Ein weiterer Preis (1500 Euro) ging an Alfred Huge für die Gründung der Braunschweiger Tafel vor 19 Jahren. „Menschen wie Alfred Huge sind wertvoll und bereichern die Gesellschaft ungemein“, betonte Monika Döhrmann, Geschäftsführerin des Braunschweiger Mütterzentrums, in ihrer Begründung.
Der Sonderpreis der Jury (1500 Euro) ging an Adolf Laub, der im Landkreis Gifhorn Kindern das Bauen von Modellflugzeugen beibringt. „Disziplin, Geduld, Genauigkeit und Nachhaltigkeit sind die wichtigen Tugenden, die Adolf Laub weitergibt“, betonte Frank Witter, der als Vorstandschef von VW Financial Services den Preis verlieh.
Der 18-jährige Yannick Nothmann aus Groß Ilsede bekam den Jugendpreis des Doms (1000 Euro) für seine Arbeit im „Kindernetzwerk Sierra Leone.“ Der Schüler organisiert Spenden für das vom Bürgerkrieg geschundene Land. Die Vorjahressiegerinnen Madita Kuchenbecker und Erle Blume hielten eine Laudatio, die von den rund 800 Gästen im Dom begeistert beklatscht wurde. Unter ihnen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur. „Die Liste der Gäste unterstreicht, wie wichtig und wertvoll das Ehrenamt in dieser Stadt ist“, sagt Armin Maus.
Für das nächste Jahr kündigte Maus einen weiteren Preis an, für Unternehmer, Firmenchefs oder Vorgesetzte, die ihren Mitarbeitern ermöglichen, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Vizekanzler Sigmar Gabriel betonte, dass das Ehrenamt nicht zum „Lückenfüller“ werden dürfe, die Grundbasis müsse staatlich garantiert sein. Mehr als 40 Prozent der Niedersachsen würden sich ehrenamtlich engagieren. Er appellierte an die Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern das Ehrenamt zu ermöglichen. „Kluge Arbeitgeber wissen um den Wert des Ehrenamtes“, fügte er an. Er verwies auf Unternehmen in Amerika, die ihre Mitarbeiter extra freistellten, um sich außerhalb ihres Jobs zu engagieren. Denn das Ehrenamt lehre, Konflikte auszuhalten, Kompromisse zu finden und gemeinsam zu gestalten.
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