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A 2: Viele Stunden ging gar nichts mehr

Auffahrunfall auf der A 2 - Am Abend kam noch der Rückreiseverkehr hinzu.

Von Marion Korth, 22.05.10

Ein Auffahrunfall am Dienstag kurz vor 8 Uhr auf der A 2 und eine anschließende Vollsperrung legten gestern den Verkehr in und um Braunschweig lahm. Am Abend hatte sich der Stau immer noch nicht aufgelöst. Ursache war aber wohl nicht allein der Unfall, sondern auch der Feierabend- und Rückreiseverkehr sowie ein Rockkonzert in Hannover. In den Unfall am Morgen waren vier Lastwagen verwickelt. Ein 51-Jähriger hatte offenbar übersehen, dass die Fahrzeuge vor ihm nur noch mit Schrittgeschwindigkeit Richtung Hannover unterwegs waren. Der Unfallverursacher wurde durch den Aufprall im Führerhaus des Lasters eingeklemmt, die Feuerwehr musste ihn herausschneiden. Er sei aber offenbar nur leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Erst am Dienstagnachmittag hatte die Sperrung auf der A 2 zwischen dem Kreuz Nord und der Anschlussstelle Hafen aufgehoben werden können. Von Normalität konnte aber auch danach keine Rede sein.
„Das Umland ist dicht“, sagte ein Beamter der Autobahnpolizei Braunschweig der nB. Kollegen aus dem Gifhorner Raum könnten sich nur noch mit eingeschaltetem Blaulicht einen Weg verschaffen. Nicht besser sah es in Braunschweig aus. Viele Fahrer hatten versucht, über das Stadtgebiet und die Stadtautobahn dem kilometerlangen Stau auszuweichen – vergeblich. Auffällig viele versuchten ihr Glück und fuhren von der A 391 Richtung Watenbüttel ab. Möglicherweise hätten ihre Navigationsgeräte sie in diese Richtung geleitet. Das Ergebnis: Auch dort staute sich der Verkehr.
Die Autobahnpolizei war am Nachmittag auf der A 2 unterwegs, um Lastwagenfahrer aufzuwecken. Viele Fahrer, die stundenlang im Stau festsaßen, hätten auf dem Standstreifen geparkt und die Zeit zum Schlafen genutzt.
Der Verkehr war am Morgen in Richtung Hannover aus unbekannter Ursache ins Stocken geraten. Die Autos kamen nur noch im Stop-and-go-Tempo voran. Das hatte der 51-jährige Lastwagenfahrer aus Mecklenburg-Vorpommern nach Polizeiangaben offenbar zu spät bemerkt. Der Fahrer des Lastwagens am Schlangenende hatte das Unglück nahen sehen, wich nach links aus, konnte den Auffahrunfall aber nicht verhindern. Sein Zug wurde durch die Wucht des Aufpralls über alle drei Fahrbahnen nach links in die Mittelleitplanke gedrückt. Der Fahrer erlitt einen Schock. Der auffahrende Lastwagen rollte auf dem Hauptstreifen weiter, prallte auf den nächsten Lkw und schob diesen auf einen weiteren Lkw und noch gegen einen Kleintransporter mit Hänger.
Da keine Rettungsgasse freigehalten worden war, hatte es die Feuerwehr Braunschweig schwer, zur Unfallstelle vorzudringen. Für die Lkw-Bergung war auch ein Kran notwendig. Der Lastwagenfahrer, der den Unfall verursacht hatte, war im Führerhaus eingeklemmt worden. Die Feuerwehr konnte ihn aber schnell befreien, er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Aus dem quer stehenden Lastwagen tropfte eine unbekannte Flüssigkeit, die auf dem Asphalt chemisch reagierte. Recherchen in der Leitstelle hätten jedoch später ergeben, dass es sich nicht um Gefahrgut, sondern um vergleichsweise harmlose Chemikalien zur Abwasserrohrsanierungen gehandelt hat.
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